„Ist ein großes Rechenzentrum besser als viele Kleine?“ - Warum kleine Rechenzentren Nachholbedarf in Sachen Energieeffizienz haben

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Für viele – vor allem mittelständische Unternehmen – gilt das hauseigene Rechenzentrum nach wie vor als äußerst wichtig: Doch eine Studie zeigte kürzlich, dass besonders in Sachen Energieeffizienz bei kleinen Rechenzentren viel Nachholbedarf herrscht.

So schrieb die Fachzeitung Computerwelt unlängst über eine Umfrage der IDC im Auftrag des Rechenzentrums-Ausstatters Rittal. Die Studie kam demnach zum Ergebnis, dass der Großteil der Unternehmen auf eigene Rechenzentren setzt. Allerdings zeigte die Umfrage auch, dass besonders in Sachen Energieeffizienz Nachholbedarf herrscht.

Demnach gaben 57 Prozent einen Power Usage Effectiveness-Wert (PUE) von über 2,0 an. Das bedeutet, dass zu jeder Kilowattstunde Strom, die von den IT-Geräten verbraucht wird, nochmal jeweils über 1 kWh für Kühlung und weitere Gebäude- und Anlagentechnik kommt.

Mit PUE wird die verbrauchte Energie ins Verhältnis zur Energieaufnahme der Rechner gesetzt. Umso näher der Wert an 1 kommt, desto effizienter ist das Data Center. Ein Wert von 1,4 gilt für „normale“ Rechenzentren als ausgezeichnet, große Dienstleister mit optimierten Anlagen erreichen hingegen Werte um 1,2 oder weniger.

Bei Interxion engagieren wir uns für nachhaltiges Energie-Management. Dazu zählen unter anderem – wo es sinnvoll ist – die Nutzung erneuerbarer Energien, Freiluft- und Grundwasserkühlung sowie Abwärmenutzung. Zudem bieten unsere Rechenzentren für die energieeffiziente Kühlung mindestens N+1-Klimatisierungssysteme, N+1-Kältemaschinen auf dem Dach und Freikühlung, ein 2N-Kühlwasserversorgungssystem und redundante CRAC-Systeme (mindestens N+1) je Raum. Besonders wichtig: Wir verwenden eine modulare Architektur zur Optimierung der Energieeffizienz (PUE) und betreiben unsere Rechenzentren gemäß höchster Energieeffizienzstandards.

Natürlich können nicht alle Unternehmen große und energieoptimierte Rechenzentren betreiben, auch wenn dies in Sachen Energieeffizienz naheliegen würde. Die Lösung sind daher: hybride Clouds, in denen sich die Vorteile großer Rechenzentren gemeinsam mit unternehmenseigenen Ressourcen nutzen lassen. Das zeigte auch die IDC-Studie: 60 Prozent interessieren sich für hybride Cloud-Lösungen, drei Viertel aller Befragten erwarten gar eine veränderte IT-Strategie durch Mobile Computing und Big Data.