Nachlese zur VIE2-Pressekonferenz – Wie ein Rechenzentrum den Wirtschaftsstandort Wien belebt

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Im Rahmen einer Pressekonferenz mit namhaften Vertretern aus Politik und Wirtschaft auf dem Podium wurde die Eröffnung des zweiten Rechenzentrums VIE 2 von Interxion in Wien im vierten Quartal 2014 vor kurzem bekanntgegeben.

In seiner Begrüßung erläuterte Martin Madlo, Manager Operations Interxion Österreich, die Motivation, am Standort Wien zu investieren, denn das geschätzte Investment von rund 42 Millionen Euro ist in der Branche etwas Außergewöhnliches und wird von Investoren entsprechend beobachtet: „Jeder redet von den Zukunftschancen der österreichischen Wirtschaft, ein wichtiger Grundstein wird nun hier gelegt. Seitens der Unternehmen beobachten wir eine stark steigende Nachfrage nach hochverfügbarer, moderner und nachhaltiger Infrastruktur.  Wir geben den Daten einen sicheren Standort im Herzen Österreichs, denn sie bleiben vor Ort und unterliegen österreichischem Datenschutz. Dieses Announcement erhöht Österreichs Wettbewerbsvorteil und stärkt Wien als Wirtschaftsstandort, denn Informationstechnologie ist wichtigster Treiber für Innovationskraft und Wirtschaftswachstum.“

Mit aktuellen Zahlen untermauerte Mag. Eva Czernohorsky, Leiterin Technologie Services der Wirtschaftsagentur Wien, diese Aussagen, denn der jährliche IKT-Umsatz in Wien ist mit 18 Mrd. Euro 4 Mal größer als der Tourismus-Umsatz. Festgestellt wurde in den letzten 5 Jahren auch eine Verdoppelung der forschungsaktiven Unternehmen in Wien, davon sind 40% aus der IKT-Branche. „Das ist ein Doppel-Jackpot für Wien: Die Investition von Interxion ist ein nachhaltiges Bekenntnis zum Standort und erhöht die Anziehungskraft Wiens als internationale Drehscheibe mit hervorragender IT-Infrastruktur“, bewertete Eva Czernohorsky das für Wien ansiedlungspolitisch wichtige Investment

Damit Computer funktionieren, brauchen sie auch ein entsprechendes Umfeld mit Gebäudetechnik, Klimaregulierung und Energieversorgung. Siemens hat dazu einen Themen-Schwerpunkt im Portfolio und freut sich, mit Interxion einen gemeinsamen Weg zu gehen, erklärte  Arnulf Wolfram, Leiter des Sektors Infrastructure & Cities, Siemens CEE:  „In unserer wissensbasierten Welt kommt den IT-Systemen eine immer größere Rolle zu. Dreh- und Angelpunkt sind dabei die Rechenzentren, die somit für Siemens einen hochinteressanten Markt darstellen. Als Komplettanbieter - von energieeffizienten Stromversorgungen und Gebäudeautomatisierungssystemen bis hin zu Brandschutzanlagen - fühlen wir uns als Partner von Rechenzentrumsbetreibern bestens gerüstet.“

Die Bedeutung der IT für die Wirtschaft hob Komm.-Rat Robert Bodenstein, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien der WKO hervor, sind doch 30% des Wirtschaftswachstums durch IT getrieben. Dazu brauchen die rund 12.000 IT-Dienstleister Wiens, darunter sehr viele KMU, eine verlässliche skalierbare IT-Infrastruktur, weil sie diese nicht selbst aufbauen können. „In einer Umfrage wurde als wichtigster Standortvorteil an 1. Stelle die Verfügbarkeit von IT-Services gesetzt. Die Bedeutung des Baus des Rechenzentrums VIE 2 kann man also mit einer weiteren Flughafen-Landebahn für den Tourismus vergleichen“, so Bodenstein. Abschließend bat er die Medien um Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit: Österreich benötigt eine gut koordinierte IKT-Politik, dazu gehört der Ausbau von Breitband auch außerhalb der Ballungszentren.

Die Standortwahl von Interxion hat großen Einfluss auf die Entwicklung der Region, betonte Georg Papai, Bezirksvorsteher des 21. Wiener Gemeindebezirks Floridsdorf: „Das neue Rechenzentrum liegt auf den Gründen einer ehemaligen Lokomotivfabrik. Das historische Stellwerk mit vielen Weichen bekommt also eine neue Aufgabe: Künftig werden nicht mehr Züge, sondern Daten sicher gestellt und transportiert werden. Gleich daneben entsteht das Krankenhaus Nord, sodass sich rund um die Achse Brünnerstraße eine ideale Verzahnung aus Gesundheitscluster, Forschung und Rechenzentrumsleistungen ergibt.“ Die Arbeitsplätze in der Stadt wandeln sich immer mehr von der herstellenden Industrie zu IKT und Forschung, eine Herausforderung, die dank der Investition von Interxion gemeistert werden kann.

In die Geschichte blickte auch Christian Panigl, Manger VIX (Vienna Internet Exchange) der Universität Wien: „Nächstes Jahr feiern wir 25 Jahre Internet in Österreich und 14 Jahre Partnerschaft mit Interxion, wo wir unseren zweiten größeren Standort untergebracht haben. In dieser langen Zeit hat sich das hochprofessionelle Data Center Environment von Interxion mit der innovativen Kompetenz des zentralen Informatikdiensts der Uni Wien zu einer partnerschaftlich hervorragenden Kooperation verbunden.“ Der VIX war einer der ersten Internet-Knoten in Europa, in naher Zukunft sieht Panigl die Chance, dass Wien seine führende zentraleuropäische Position wieder erobern kann.

Martin Madlo bedankte sich für die Zusammenarbeit und die vielen Aspekte in den Beiträgen. Anschließend folgte noch eine Fragerunde der zahlreich anwesenden Journalisten von Wirtschafts- und IT-Magazinen. Auf die Frage nach Förderungen erklärte Madlo, dass aus wettbewerbsrechtlichen Gründen in Europa keine finanzielle Unterstützung möglich ist, dass jedoch der attraktive Standort Wien Motivation sei, für solch ein bedeutendes Investment, denn Interxion spielt in Österreich eine aktive Rolle als Informationsdrehscheibe. Bezüglich der Strategie für 2015 erläuterte er, dass immer mehr Big Scale Rechenzentrums Dienstleistungen nachgefragt werden, um Anforderungen wie Cloud Services, Smart Cities und Big Data erfüllen zu können. Sogenannte Hyper Data Center können heute solche Leistungen viel professioneller, energieeffizienter und nachhaltiger erfüllen als kleinere. Das bedarf natürlich einer Breitband-Infrastruktur, vor allem auch für Kunden außerhalb der Ballungszentren, schloss sich Madlo dem Appell der Wirtschaftskammer an.

Bereits kurz nach der Pressekonferenz berichteten die ersten Medien darüber. „IT-Infrastruktur ausgebaut!“ lautete beispielsweise der Titel eines spannenden Artikels aus der Wirtschaftsblatt-Ausgabe vom 2. Oktober 2014. Der Artikel geht auf die Eröffnung des neuen Rechenzentrums VIE2 im 4. Quartal 2014, sowie auf den IT-Standort Wien ein. Darüber hinaus zeichnet der Artikel ein interessantes Bild über die Historie von Rechenzentren. Zu Wort kommen unter anderem Martin Madlo, MBA – Manager Operations Interxion Österreich, Komm.-Rat Robert Bodenstein, Obmann WKO FG UBIT Wien und Arnulf Wolfram, Siemens CEE.

„Interxion: ‚Wir stärken die heimische Wirtschaft‘“ – titelte wiederum Telekom & IT-Report-Chefredakteur Martin Szelgrad auf www.report.at. Im Text geht der Autor auf die Eröffnung des Rechenzentrums, den Standort Wien und die Investitionen in diesen ein. Darüber hinaus geht Szelgrad auf die Ausstattung des neuen Rechenzentrums sowie auf den weiteren geplanten Ausbau ein. Zu Wort kommen unter anderem  Martin Madlo, MBA – Manager Operation Interxion Österreich und Arnulf Wolfram, Leitung Sektor Infrastructure & Cities CEE Siemens.

„INTERXION eröffnet neues Rechenzentrum im Norden Wiens“ – ist wiederum Titel eines informativen Artikels aus der Wiener Bezirkszeitung online. Der Artikel geht auf die Eröffnung von VIE2, den Standort und die Pressekonferenz am 1. Oktober 2014 ein. Und auch auf die Möglichkeit für Studenten und Oberstufenschüler, das neue Data Center zu besichtigen.

Der Monitor wiederum titelt mit „Interxion eröffnet zweites Wiener Rechenzentrum“ und berichtet über die Pressekonferenz sowie die Investitionen in den Standort.