Big Data und die Probleme der Speicherindustrie

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Big Data boomt – so soll laut den Marktforschern der IDC die starke Nachfrage nach entsprechenden Technologien den europäischen Markt auf rund 3,6 Milliarden US-Dollar anwachsen lassen. Auch Branchen, die aktuell noch nicht so stark von IT durchdrungen sind, bewegen sich stetig auf ihre Digitalisierung zu, Big Data spielt dabei eine wichtige Rolle.

Nicht nur im Marketing und bei Kundenbindungsprogrammen kann Big Data punkten – auch Branchen, die Big Data bisher nicht als Schlüsselkraft zur Verbesserung ihres Business sahen, würden mittlerweile davon profitieren.

Die Big Data-Industrie treibt dabei weitere Branchen vor sich her, die mit der rasant wachsenden Nachfrage erst einmal mithalten müssen. Und für manche wird dies zunehmend zum Problem. Etwa die Speicherwelt. Schon 2016 soll Big Data für einen Engpass im Speicher-Bereich sorgen, bis 2020 fehle ein Speichervolumen von sechs Zetabytes, wie Wirtschaftswoche-Autor Michael Kroker in einem Blog schreibt. Im Jahr 2020 benötige demnach jeder Erdbürger im Schnitt 5200 Gbyte Speicher.



Kroker verweist auf den Speicherhersteller Seagate, laut dem schon 2016 mit einem Speicherengpass zu rechnen sei. Der Hersteller zieht dabei interessante Vergleiche: Hätte die Entwicklung im Bereich des Benzinverbrauchs etwa eine ähnliche Entwicklung wie die Speicherindustrie durchlaufen, könnten Autos heute die Distanz zum Planeten Jupiter und zurück mit einer Tankfüllung bewältigen

Immerhin: Die Hersteller forschen mit Hochdruck an der Steigerung des weltweiten Speichervolumens. So betont beispielsweise Dr. Jung-Bae Lee, seines Zeichens Senior Vice President of Memory Product Planning und Application Engineering Team bei Samsung Electronics: „Wir arbeiten kontinuierlich am weiteren Ausbau unseres Angebots an Embedded Mobile Memory der nächsten Generation. Mit noch leistungsfähigeren Produkten, die eine noch höhere Speicherdichte aufweisen, möchten wir die Nachfrage der Kunden in der gesamten Mobilgerätebranche erfüllen.“
Zumindest für den mobilen Bereich steht also eine „Lösung“ des Problems bereits in den Startlöchern. Doch gerade im Bereich der Großspeichersysteme für Rechenzentren ist noch viel weiteres Engagement gefragt.