Erfolgsfaktor Mensch in der Big-Data-Welt - Oder warum es heute nicht mehr ausreicht, Muster zu erkennen

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Informationen spielen in der Wirtschaft von heute eine enorm wichtige Rolle – und das nicht ohne Grund. Schließlich bereiten sie mittlerweile die Basis für die Wettbewerbsfähigkeit. Beziehungsweise sollte sie bereiten, in der Realität sind viele Unternehmen von der effizienten Nutzung ihrer Daten noch recht weit entfernt. Denn Daten werden zwar an vielen Stellen gesammelt, doch eine zentrale Analyse und Nutzung scheitert zumeist noch am Fehlen entsprechender Analyse-Systeme. Dementsprechend ist das Interesse am Thema Big Data in den vergangenen Monaten hoch wie nie.

Beispiel Finanzdienstleister – das Potenzial von Big Data ist bekannt und reicht von Betrugserkennung bis zum Ermitteln von Upsell-Möglichkeiten. Doch es lauern auch diverse Fallstricke, warnt das IT-Finanzmagazin im Artikel „Big-Data-Fallstricke: Der Amateur-Data-Scientist“. Denn das Problem lauere in den Mitarbeitern. Menschen seien großartig, wenn es darum gehe, Muster zu erkennen. Das sei zwar durchaus positiv, könne sich aber auch negativ auswirken. Denn die Mustererkennung gehe bisweilen soweit, dass Muster erkannt würden, wo gar keine sind. Als Beispiel nennen die Autoren den „schwebenden Löffel“ vom Mars, eine Felsformation ebendort, die auf Fotos des Planeten gerne als Löffelform erkannt wird. Es gelte also Big Data durchaus einzusetzen. Aber um Datenanalyse effizient zu nutzen, sollten die Anwender mit Methoden und Werkzeugen sehr gut vertraut sein.

Ein Rat, der grundsätzlich im Rahmen der digitalen Transformation beherzt sein will. Schließlich ist selbige ein Prozess, in dessen Mittelpunkt die intelligente Nutzung und Auswertung von Daten steht. Diese würden die Grundlage für fundierte Entscheidungen in nahezu allen Geschäftsbereichen bilden, schreibt die Computerwoche im Artikel „7 Tipps für eine erfolgreiche Big Data und Analytics Strategie“. Denn es liege „in der Natur der Dinge“, dass Menschen Unbekannten und Neuen zuallererst skeptisch begegnen würden. „Business und IT werden sich an neue Prozesse und eine neue Kultur im Umgang mit Daten gewöhnen müssen“, so der Artikelautor.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Dabei sei es von entscheidender Wichtigkeit, dass das Unternehmens-Management die Transformation im eigenen Unternehmen aktiv vorantreibt und die neue Kultur der datengetriebenen Entscheidungsfindung vorlebt. „Alle Mitarbeiter sollten Daten als flexible Assets wahrnehmen und ihre Wertschöpfung für die Organisation verstehen.“ Zudem gelte es, eine Datenkultur zu schaffen. Sicherer Umgang mit schützenswerten – also sensiblen, geschäftskritischen – Daten setze eine „gelebte Datenkultur“ voraus. Alle Mitarbeiter eines Unternehmens sollten daher transparent über Sinn und Zweck informiert werden und verstehen, was mit den Daten erreicht werden soll.