Blog

"Was kostet die Cloud?" – Warum Colocation effizienter ist, als der Eigenbetrieb einer Cloud und wie heimische Unternehmen damit umgehen

Cloud Computing zählt zu den wichtigsten Treibern der Digitalisierung. Doch wo und wie eine Cloud zum Einsatz kommt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. In einer Studie ging RIA nun der Frage nach, welches Cloud Modell sich für heimische Unternehmen am ehesten bezahlt macht.

Nach: Sylvia Palden, MSc, MBA

Wer sein Unternehmen heute fit für die Digitalisierung machen möchte, kommt an Cloud Computing schlichtweg nicht mehr vorbei. Wenig Wunder, sind Cloud-Lösungen doch zukunftsfähig und skalierbar, überdies sind die Kosten planbar. Doch eine wachsende Hürde dabei ist die Vielfalt der Angebote.

Welches Cloud-Modell macht sich am ehesten bezahlt? Diese Frage stellt sich mittlerweile zahllosen Unternehmen, die im Zuge ihrer Digitalisierungsbestrebungen mit der Cloud konfrontiert sind. Grundsätzlich gilt: Der Umzug von Daten und Anwendungen in eine Public Cloud und die Auslagerung der IT-Infrastruktur zu einem Colocation-Anbieter zahlen sich am schnellsten aus. Das haben die Marktforscher von Research in Action (RIA) im Auftrag von Interxion unter mehr als 120 IT-Entscheidern mit Budgetverantwortung in österreichischen Unternehmen verschiedener Branchen herausgefunden.

Colocation lohnt sich

Investitionen in die Private Cloud im eigenen Rechenzentrum amortisieren sich bei 94 Prozent der Befragten nach spätestens vier Jahren, während die Aufwände für eine Private Cloud in Colocation in 83,4 Prozent der Fälle in weniger als zwei Jahren wieder hereingeholt werden. Fast jedes zweite Unternehmen mit outgesourctem Rechenzentrum (46,7 Prozent) schafft es sogar innerhalb des ersten Jahres alle anfänglichen Aufwendungen zu decken. Dagegen überrascht nicht, dass sich Investitionen in Public Cloud-Dienste in 85,5 Prozent der Fälle bereits innerhalb des ersten Jahres rentieren.

"Safety First" plus klare Kostenersparnisse bei Colocation-Lösungen

Unternehmen, die weniger kritische Workloads in die Public Cloud verlagern, sollen laut der Studie "unbestritten von attraktiven Kostenvorteilen" profitieren. Zahlreiche heimische Unternehmen seien hier noch zögerlich und würden wichtige Daten und Anwendungen lieber mit dem eigenen IT-Equipment verarbeiten. Gerade für diese Gruppe eigne sich ein Umzug der eigenen Server in ein Colocation-Rechenzentrum.

Einsparungen bis zu 75 Prozent

Damit könnten vergleichsweise hohe Einsparungen erzielt werden, wie die Marktforscher von Research in Action herausfanden. Demnach gaben 50 Prozent der österreichischen IT-Entscheider an, seit der Einführung von Cloud Computing im Colocation Modell zwischen 25 und 50 Prozent eingespart zu haben. Bei den Unternehmen, die die Private Cloud im eigenen Rechenzentrum betreiben, würden dagegen fast mehr als zwei Drittel der Studienteilnehmer nur Einsparungen von 25 Prozent und weniger erreichen. Wer sich für Public Cloud Services entscheide, erziele die höchsten Kostenvorteile, so die Studienautoren: Knapp die Hälfte der IT-Entscheider (45,1 Prozent) konnte seit der Einführung der Cloud-Dienste schon zwischen 50 und 75 Prozent einsparen.