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"Was kostet die Cloud?" – Warum die Cloud-Nutzung heimischer Unternehmen von der Größe abhängt – und wie sich die Vorteile von allen nutzen lassen

Cloud Computing zählt zu den wichtigsten Treibern der Digitalisierung. Doch wo und wie eine Cloud zum Einsatz kommt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. In einer Studie ging RIA nun der Frage nach, welches Cloud Modell heimische Unternehmen einsetzen und wie dies mit der Unternehmensgröße zusammenhängt.

Nach: Sylvia Palden, MSc, MBA

Fast jedes zweite befragte Unternehmen in Österreich setzt bei der Wahl der bevorzugten Cloud-Dienste nach wie vor auf den Betrieb einer Private Cloud im eigenen Rechenzentrum (52,5 Prozent). Das haben die Marktforscher von Research in Action (RIA) im Auftrag von Interxion unter mehr als 120 IT-Entscheidern mit Budgetverantwortung in österreichischen Unternehmen verschiedener Branchen herausgefunden.

Die Public Cloud als hauptsächlich genutztes Cloud-Konzept werde demnach in Österreich bislang von lediglich 34,2 Prozent der Unternehmen favorisiert. Für eine Auslagerung der Private Cloud in ein Colocation-Rechenzentrum würden sich hingegen heute schon 10,8 Prozent der befragten Führungskräfte entscheiden.

Große Unternehmen lehnen reine Public-Modelle ab

Zudem zeige die Studie deutliche Unterschiede bezüglich der Nutzung verschiedener Cloud-Dienste abhängig von der Unternehmensgröße. Unternehmen mit mehr als 50.000 Mitarbeitern würden demnach ein reines Public-Cloud-Modell klar ablehnen (6,9 Prozent) und die Infrastruktur stattdessen auf eine Private Cloud im eigenen Rechenzentrum (67,2 Prozent) und Colocation-Lösungen (22,4 Prozent) fokussieren. Bei kleineren Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl unter 5.000 Mitarbeitern würden indes deutlich weniger Bedenken herrschen. In dieser Gruppe setzen 59,3 Prozent der Befragten hauptsächlich auf die Public Cloud.

Österreich im europäischen Vergleich zögerlicher

In einem erweiterten Panel der Studie wurden über Österreich hinaus zusätzlich 990 IT-Führungskräfte aus Frankreich, Deutschland, Niederlande und Schweden zur Cloud-Nutzung befragt. Im europäischen Vergleich liege Österreich mit 34,2 Prozent bei der hauptsächlichen Nutzung von Public-Cloud-Angeboten neben Frankreich (33,2 Prozent) und Deutschland (34,8 Prozent) im Mittelfeld. Einen umgekehrten Trend verzeichnen die Studienautoren schon jetzt in Cloud-affinen Ländern wie Schweden -  Hier würden immer weniger Unternehmen in eigene Rechenzentren mit Private-Cloud-Lösungen (29,2 Prozent) investieren, dafür würden sich mittlerweile 14,2 Prozent der Unternehmen entscheiden, die Private Cloud in ein Colocation-Rechenzentrum auszulagern.

Klare Unterschiede bei den Investitionen

Jedes zweite schwedische Unternehmen (53,3 Prozent) nutze schon hauptsächlich Public-Cloud-Angebote. Klare Unterschiede würden sich auch bei den Investitionen erkennen lassen. Während in Österreich die Mehrheit der Befragten (63,4 Prozent) noch unter 50 Prozent des jährlich operativen IT-Budgets in die Cloud investiere, stelle jedes zweite Unternehmen in Schweden mehr als 50 Prozent und jedes vierte Unternehmen sogar mehr als 75 Prozent des IT-Budgets für die Cloud bereit.

Top 3 Vorteile - erzielt durch die Cloud

Neben Kostenvorteilen sehen Unternehmen hierzulande die schnellere Umsetzung, Verfügbarkeit und Rollout (10,6 Prozent), höhere Ausfallssicherheit (9,2 Prozent) sowie skalierbarere IT-Ressourcen, Vereinfachung der Testumgebung und transparentere Kosten (je 8,6 Prozent) als größtes Cloud-Plus. Eine höhere Datensicherheit (0,6 Prozent) ist in Österreich noch kaum relevant, konnte jedoch beispielsweise in Schweden schon von 3,3 Prozent der IT-Experten realisiert werden.

Colocated Hybrid Cloud als attraktives Betriebsmodell

Unternehmen haben oft gute Gründe, um nicht komplett auf die Public Cloud zu setzen. Ob Altanwendungen im Weg stehen, die nicht migrationsfähig sind, regulatorische Bedingungen oder auch schlichtweg Kostenüberlegungen in bestimmten Szenarien – eine hybride Lösung biete sich laut den Studienautoren in vielen Fällen als goldener Mittelweg an. Dabei zeige die Studie, dass die Einbeziehung eines externen Rechenzentrums große Kostenvorteile mit sich bringt.

Geringe Latenzen und erhöhte Datensicherheit

Insbesondere, wenn dieses Rechenzentrum gute Optionen an direkt vor Ort angebundenen Clouds biete, würden sich zu den Kostenvorteilen der Colocation auch Einsparungen bei den Verbindungskosten in die Clouds sowie geringe Latenzen und eine erhöhte Datensicherheit gesellen. Bei Interxion werden die direkten Cloud-Zugangspunkte für die großen Public Clouds wie Microsoft Azure und Amazon Web Services betrieben und der Colocation-Anbieter bietet Anschluss an diese über seine Cloud Connect Plattform. So können neben hybriden auch problemlos Multi-Cloud Szenarien umgesetzt werden.