Server-Downtime – Kosten für Unternehmen

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Als Facebook am 1. August grossteils nicht erreichbar war, riefen hunderte amerikanischer Nutzer ihren nächstgelegenen Polizeiposten an. Andere freuten sich über einen Grund, ihre Facebook-Freunde einmal im realen Leben zu treffen. Die Downtime dauerte zwar nur 20 Minuten, soll das Unternehmen aber immerhin 500 000 $ gekostet haben. Berechnet hat dies The Wire aufgrund der Werbeeinnahmen von Facebook, die im Jahr 2,91 Milliarden $ betragen – oder 22 453 $ pro Minute. Wir schätzen, dass die wahren Kosten eines solchen Ausfalls weit höher liegen. Denken Sie nur schon an den Ruf des Unternehmens: Nicht nur Nutzer, auch diejenigen, die den Dienst finanzieren – die Werbetreibenden – bauen auf dessen Zuverlässigkeit.

Downtime bedeutet: Nutzer verlieren

Jeder Nutzer, der wegen einer Downtime Facebook den Rücken kehrt, bedeutet für die Werber ein verlorenes Mitglied ihrer Zielgruppe. Eine kleinere Zielgruppe ist weniger Werbedollars wert – schon beginnt die Spirale sich nach unten zu drehen. In einer aktuellen Studie schätzen Unternehmen ihre Kosten für eine Stunde Ausfallzeit auf mindestens 20 000 $, 20% der Unternehmen auf über 100 000 $. Natürlich spielt es eine Rolle, in welcher Branche Sie tätig sind und wieviele Zugriffe auf Ihre Website erfolgen. Eine weitere Quelle* nennt daher Zahlen von bis zu 4,8 Millionen € für Unternehmen im Wertpapierhandel oder 2,1 Millionen € für Energieunternehmen. Interxion hat untersucht, was Server-Downtime für Online Games bedeutet, welche Auswirkungen Ausfallzeiten in der Gaming-Community haben. 33% der Online-Spieler geben dem System bei einem Server-Ausfall nur gerade eine einzige Minute Zeit – danach wenden sie dem Spiel den Rücken zu (erstaunliche Unterschiede gibt es, was das Geschlecht angeht – Frauen scheinen weniger geduldig zu sein: 26% der Online-Spielerinnen tendieren dazu, nicht mehr zum Spiel zurückzukehren, vergleichsweise jedoch nur 17% der Männer).

Was kostet eine Server-Downtime?

Die Kostenberechnung für eine Server-Downtime ist ein komplexes Unterfangen –  nur den Verlust der Werbeinnahmen in Betracht zu ziehen, wie es im Fall Facebook gemacht wurde, greift sicher zu wenig weit. Hierzu noch ein paar Stichworte, die Sie zum Denken anregen könnten: Verluste an Nutzerproduktivität und Geschäftsgelegenheiten; Kosten für juristische Auseinandersetzungen sowie indirekte Kosten wie Reputationsverlust, sinkende Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, einbrechender Aktienkurs... die Addition der potentiellen Folgekosten zeigt in jedem Fall, wie wichtig es ist, ein Datacenter zu wählen, das in punkto Zuverlässigkeit eine lange Erfolgsgeschichte aufzuweisen hat. Eine Erfolgsgeschichte mit Downtime Null.

* Quelle: Network Computing. The Meta Group and Contingency Planning Research