Klimaneutrales Hosting- Nachhaltige Energien

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Begriffe wie «grün», «nachhaltig», «umweltfreundlich», «erneuerbare Energie», «CO2 -frei» tönen in jedem Fall gut – bedeuten aber nicht in jedem Fall, was sich der Leser darunter vorstellt. Nehmen wir die Kernkraft: Sicher, beim Betrieb eines Kernkraftwerks entstehen kaum CO2-Emissionen. Ist die Stromproduktion also umweltfreundlich? Ist sie nachhaltig? In der Schweiz ist die Regierung zu einem anderen Schluss gekommen. Deshalb hat sie den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Doch auch die «grünen» Alternativen sind nicht über allen Verdacht erhaben. Geothermie, zum Beispiel, ist klimaneutral, ressourcenschonend und auf den ersten Blick «sauber». Doch, wie auch Probebohrungen in der Schweiz aufzeigen: Das Aufreissen der Erdkruste ist unter anderem mit Erdbebengefahr verbunden (bei Bohrungen in Basel kam es im Dezember 2006 zu einem Beben der Stärke 3,4. Die Versuche wurden danach eingestellt. Noch immer kommt es zu leichten Nachbeben, letztmals Ende Juni 2014.). Neue Energiequellen (Stichwort «Thorium») erscheinen im Vergleich geradezu harmlos.

Ist «grün» auch immer «nachhaltig»?

Wenn ein Unternehmen also verspricht, umweltfreundliche , «grüne» Energien einzusetzen, darf man diese Aussage ruhig etwas genauer unter die Lupe nehmen. Zum Beispiel Interxion: Interxion nimmt für sich in Anspruch, 100% erneuerbare Energie einzusetzen – und kann so ein klimaneutrales Hosting anbieten. Dies gelingt nicht in allen Ländern so elegant wie in der Schweiz, denn gegenüber manchem anderen Land in Europa stehen wir dank der Wasserkraft, die schweizweit gesehen 55% der Strommenge zur Verfügung stellt, besonders gut da. Der vom Interxion Rechenzentrum in Zürich bezogene Strom wird zu 100% aus Wasserkraft erzeugt – und zwar mittels natürlich zugeflossenen Wassers. Die Energie stammt also nicht aus Pumpspeicherkraftwerken, denn wenn die Pumpen solcher Kraftwerke mit nicht erneuerbaren Energien (z.B. Kohle) betrieben werden, reduziert sich der Gesamtanteil an «sauberer» Energie erheblich. Wo «Wasserkraft» drauf steht, steckt also nicht immer Wasserkraft drin... Interxion war 2011 das erste Rechenzentrum der Schweiz, das seine CO2-Emissionen zu 100% kompensiert, sämtliche Rechenzentrumsleistungen von Interxion sind mit dem myclimate-Label «klimaneutral» ausgezeichnet. Also echtes klimaneutrales Hosting. Doch es geht nicht nur darum, die Energiequellen zu optimieren, sondern auch, weniger Energie insgesamt zu benötigen. Die Ingenieure von Interxion finden hier ständig neue Möglichkeiten des Energiesparens.  Dass auch bei aller Energieffizienz der Verbrauch insgesamt zunehmen wird, ist vermutlich nicht zu vermeiden: Der Einsatz weiterer Internetanwendungen M2M benötigt Rechner- sowie Storagekapazitäten und damit Energie.

Eines wird wohl immer ein Traum bleiben: Ein Rechenzentrum, welches keine Energie benötigt. Umso stärker sollten wir uns alle in die Pflicht nehmen, Energie aus erneuerbaren Quellen einzusetzen. Hier haben auch die Endbenützer, die Kunden eines Rechenzentrums, einen grossen Einfluss – und eine ebensolche Verantwortung.