Was ist was in der Cloud-Welt – ein Glossar

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By Bryan Hill, Director of Marketing and Business Development - Digital Media

Cloud ist in aller Munde, doch was sich dahinter verbirgt ist nicht selten weniger klar. Denn: Der Begriff Cloud wird oft recht breit verwendet, um verschiedenste Dienstleistungen und Infrastruktur-Modelle zu bezeichnen. Dabei fallen zahlreiche Unterbegriffe, die allerdings vielfach für Verwirrung sorgen. Denn die Definition des Einen – etwa von IaaS oder Hybrid Cloud – kann durchaus gänzlich anderes aussehen als die eines Anderen. Wir haben daher - aus Gründen der Übersichtlichkeit – die wichtigsten Cloud-Modelle für digitale Video-Produktion und Vertrieb definiert.

Virtualisierung
Im Rahmen von Virtualisierung wid eine virtuelle Version eines Geräts oder einer Ressource geschaffen, beispielsweise eines Servers, Speichers, Netzwerks oder des Betriebssystems. Dabei werden die Ressourcen auf mehrere Ausführungsumgebungen aufgeteilt. Häufig wird Virtualisierung bei Servern verwendet – in Form der Partitionierung eines physischen Servers in kleinere virtuelle Server. Eine Technik, die Unternehmen hilft, eine effizientere Nutzung der Rechenkapazität durch das Ausführen mehrerer Anwendungen auf einem einzigen physischen Server zu erreichen.

Infrastructure as a Service (IaaS)
Die Infrastruktur als Service ist DER grundlegende Cloud-Service. IaaS bezeichnet die Bereitstellung von Ressourcen wie virtuellen Maschinen (VM), Netzwerklastverteilern, Speichern sowie der Konnektivität. In diesem Modell werden alle nötigen Ressourcen, also etwa CPU, Speicher und Netzwerk zu einer VM kombiniert und vom IaaS-Anbieter bereitgestellt. Auf der VM werden dann wiederum die Anwendungen des Kunden ausgeführt.

Platform as a Service (PaaS)
Plattform as a Service baut auf IaaS auf. Dabei wird nicht nur die Infrastruktur vom Cloud-Anbieter zur Verfügung gestellt, sondern auch Computer-Plattformen, Betriebssysteme, Datenbanken und Anwendungen. Üblicherweise ist dies eine hoch automatisierte und skalierbare Umgebung.

Software as a Service (SaaS)
SaaS gilt als „oberste Schicht“ des Cloud-Modells. Dabei ist die Anwendungssoftware direkt in der Cloud installiert und Kunden greifen direkt darauf zu. Der SaaS-Anbieter verwaltet und managed dabei die Software und alle zugrunde liegenden Technologien. IaaS, PaaS und SaaS können sowohl in öffentlichen, privaten als auch hybriden Cloud-Umgebungen eingesetzt werden.

Public Cloud
Öffentliche Cloud-Infrastrukturen werden üblicherweise Öffentlich zur Verfügung gestellt, von ihrem Betreiber/Besitzer. Unternehmen als auch Einzelpersonen können direkt zugreifen. Diese öffentlichen Wolken werden unter anderem von Amazon, Microsoft, Google, IBM sowie weitere Betreiber (beispielsweise die Öffentliche Hand) betrieben.
Vorteile des Public Cloud Modells sind unter anderem niedrige Anfangskosten, Flexibilität, Skalierbarkeit, Geschwindigkeit sowie die einfache Bereitstellung.
Nachteile sind unter anderem der mögliche Mangel an Kontrolle, Sicherheitsbedenken sowie langfristig unter Umständen höheren Kosten im Vergleich zu einer dedizierten Infrastruktur.

Private Cloud
Private Cloud bezeichnet eine Wolke, die von einer einzelnen Organisation betrieben und zur Verfügung gestellt wird, um eigene Anwendungen zu betreiben, Software zu implementieren oder auch um im Rahmen eines SaaS-Modells Software anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Eine Private Cloud kann in den eigenen Räumlichkeiten der Organisation oder auch in einem Rechenzentrum eines Drittanbieters betrieben werden.
Die Vorteile im Unterschied zur Public Cloud ist das Plus an Kontrolle und Transparenz, zudem werden Private Clouds üblicherweise entworfen, um spezifische Anforderungen zu erfüllen.
Die Nachteile eines derartigen Modells sind aber weniger Flexibilität, weniger Skalierbarkeit und zudem höhere Anfangskosten als bei einem Public Cloud-Ansatz.

Hybrid Cloud
Als Ausweg aus dem Dilemma Private versus Public bietet sich das Hybrid Cloud Modell an. Dabei werden zwei oder mehr Plattformen/Ansätze (beispielsweise Inhouse-Infrastruktur und öffentliche Cloud) verbunden, um die Vorzüge beider Modelle zu kombinieren. Dadurch bietet sich höhere Daten- und Anwendungs-Portabilität und –Interoperabilität, da etwa bei Nachfragespitzen auf Public-Modelle ausgewichen werden kann, werden im Normalfall die Inhouse-Infrastruktur übernimmt.
Wichtigster Pluspunkt: Das Beste aus beiden Welten wird kombiniert- enorme Flexibilität, Skalierbarkeit und Kostenvorteile bei gleichzeitig mehr Sicherheit und Kontrolle.
Nachteil ist, dass das hybride Modell zwar viel bietet, gleichzeitig aber die komplizierteste und komplexeste Lösung ist – Besonders was Einrichtung und Verwaltung betrifft. Daher gilt es, hier darauf zu achten, dass ausgezeichnete Fachkompetenz und hervorragende Konnektivität die Basis eines erfolgreichen Hybrid Modells sind.