Daten und Geschäfte kommen in Fahrt

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Colocation bringt das Business weiter, von Peter Mobius

Geschäftsmodelle befinden sich in einem stärkeren Wandel als je: Um laufend profitabler, effizienter, schneller zu werden, stützen sich Unternehmen auf eine exponentiell wachsende Menge von Daten und deren Analyse. Damit wird für jedes Unternehmen die Datenverarbeitung zum zentralen Dreh- und Angelpunkt seines Geschäftserfolgs – jedes Unternehmen wird praktisch zu einem IT-Unternehmen. Manager können mit der Wahl des IT-Standorts zu diesem Geschäftserfolg beitragen – dies ist eine der Erkenntnisse einer veröffentlichten Studie von IDG Connect, dem grössten Technologie-Medienunternehmen der Welt.

Der Wandel in den Unternehmen geschieht rapide, die globalen Herausforderungen lassen keine Atempause zu. Treiber der schnellen Veränderungen sind neben der Marktkonkurrenz auch Sicherheitsaspekte und staatliche Regulative. Social Networking, der zunehmende Gebrauch von Mobilgeräten und etwa das «Internet der Dinge» sorgen im Weiteren dafür, dass die Spannung nicht abnimmt. In all diesen Entwicklungen stecken nicht nur Aufwand und Risiken, sondern auch unzählige Möglichkeiten für neue Ertragsquellen. Je besser ein Unternehmen sein Datenmanagement im Griff hat, desto stärker wird es von diesen neuen Geschäftsmöglichkeiten profitieren können. Und je besser es sich mit anderen Unternehmen vernetzt, die ihm dabei helfen, eine Position aufzubauen oder zu stärken, desto positiver sind seine Zukunftsaussichten.

Intern versus extern – eigentlich keine Frage mehr

Wie soll ein Unternehmen angesichts dieser Aufgaben nun seine IT-Infrastruktur organisieren? Grundsätzlich stehen zwei Wege zur Verfügung: eine interne Lösung oder ein Outsourcing. Wobei komplett abgekapselte Inhouse- Lösungen kaum zu realisieren sind, denn um beispielsweise von effizienten Verkaufstools oder anderer Software as a Service profitieren zu können, sind Unternehmen ohnehin auf externe Provider und Cloud-Lösungen angewiesen. Mittelfristig wird also eine geschickte Kombination externer und interner Lösungen zur Regel – wir sprechen von Co-Sourcing- oder Hybrid-Lösungen. Die IDG-Connect-Umfrage unter ITVerantwortlichen zeigt, dass europaweit im Jahr 2014 bereits rund 45 Prozent eine solche Hybrid-Lösung eingesetzt haben. Diese Zahl ist ein klarer Indikator für einen sich im Wandel befindenden Markt. Und sie ist auch ein Hinweis auf «Altlasten». Denn auf Lösungen, die praktisch vollumfänglich auf die Cloud setzen, haben vorerst insbesondere jene (jungen) Firmen Appetit, die keine umfangreiche IT-Vergangenheit in Form von Servern, Anwendungen und Netzwerken aufweisen. Doch auch Unternehmen, die jahrelang eigene Infrastrukturen aufgebaut haben, beginnen sich von der Philosophie zu lösen, alles selber bewältigen zu wollen. Und zwar relativ rasch: Schon 2016 werden sich laut Studie nicht nur knapp die Hälfte aller Unternehmen, sondern ganze 80 Prozent für den hybriden Ansatz entscheiden.

Das Beste aus zwei Welten

Die hybride IT, die immerhin noch einiges an interner Kapazität verlangt, stellt für die meisten Unternehmen die bevorzugte Lösung dar. Doch auch dieser Zustand wird sich wohl ändern. Denn im Cloud-Zeitalter stellen Unternehmen immer öfter fest, dass es sich kaum mehr lohnt, eine eigene Rechenzentrums- Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Einige Gründe dafür sind offensichtlich: hoher Kapitalbedarf, Raumknappheit, steigende Energiekosten (weil veraltete Infrastruktur in der Regel einen höheren Energiebedarf hat) sowie spezifische Zertifizierungen. Viele Unternehmen haben zudem erkannt, dass ihre internen Rechenzentren Überkapazitäten aufweisen, seitdem sie Teile der Unternehmens- IT in die Cloud ausgelagert haben. Ein eigenes Rechenzentrum lässt sich eben – im Gegensatz zur mitbenutzten Fläche in einem Colocation Data Center – nicht flexibel verändern. 56 Prozent der IT-Verantwortlichen reagieren darauf mit dem Versuch, das eigene Rechenzentrum zu redimensionieren. Der Rest hat erkannt, dass es besser ist, eigene Infrastruktur zu schliessen und auch geschäftskritische Anwendungen ausser Haus zu verlegen. Jahr für Jahr entscheiden sich mehr IT-Verantwortliche, ihre IT komplett in ein externes Rechenzentrum auszulagern. Und dort treffen sie, neben einer grossen Auswahl an breitbandigen Anschlüssen in die weite Welt, auch auf einen weiteren Vorteil des Outsourcing: auf eine Cloud Community, die ihnen hilft, neue Geschäftsfelder zu entdecken und zu entwickeln.

Das Colocation Data Center als Marktplatz

Ein Colocation-Rechenzentrum bietet Mehrwert, wenn es nicht einfach nur Infrastruktur zur Verfügung stellt. Ein modernes Rechenzentrum wird zum echten Partner der Unternehmen, die sich dort einmieten – es wird zum «Enabler», indem es einen realen Marktplatz für Unternehmen schafft. Ein Rechenzentrum bringt Menschen zusammen, die gemeinsam an einem Strick ziehen (oder ziehen könnten) – dies aber noch gar nicht wissen. Wie seit dem mittelalterlichen Markt rund um den Kirchturm ist die Kommunikation von Mensch zu Mensch noch immer die effizienteste Form, jegliche Art von Business voranzutreiben. So bietet das Interxion- Rechenzentrum in Glattbrugg mit seinem «Marketplace» eine Plattform, die nicht nur dem Austausch von Visitenkarten dient: Hier treffen sich an Branchenmeetings Entscheidungsträger, die voneinander profitieren und miteinander wachsen können. Hier erhalten sie auf einen Schlag den Zugang zu einer Vielzahl von Service- und Cloud-Providern, mit denen sie ihr eigenes Geschäft weiterbringen können. Und weil sich alle im selben Zentrum befinden, kann man sich schnell untereinander verbinden – via Cross Connects mit tiefen Latenzzeiten, was einerseits die Geschwindigkeit erhöht, anderseits die Kosten senkt. So wird das Colocation-Rechenzentrum zu einem eigentlichen Business-Turbo. Die Studie von IDG Connect gibt es als

Download IDG Der Aufsteig der Hybrid IT