Die Quadratur des Kreises – verhindern Normen und Standards die Innovation bei Rechenzentren?

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Social Media, mobile Applikationen, Big Data oder Cloud-Anwendungen: Kontinuierlich steigende Datenmengen machen erhebliche Investitionen nötig, damit bestehende Rechenzentren mit den aktuellen Entwicklungen mithalten können.

Schon jetzt stehen über 70 % der IT-Verantwortlichen* vor der Herausforderung, mit sinkenden Budgets steigende Anforderungen abzufedern. Besonders in stark regulierten Bereichen, etwa im Bank-, Versicherungs- oder Gesundheitssektor, befürchten Unternehmen, dass sie ihre Effizienz aufgeben müssen: Nämlich häufig, wenn sie Industriestandards buchstabengetreu befolgen; denn genau das führt häufig zu noch höheren Bau- und Betriebskosten.

Im Gespräch mit Kunden und Interessenten sehen wir häufig, dass Industriestandards haarklein umgesetzt wurden – jedoch zu welchem Preis? Manchmal ist es Kunden nicht bewusst, aber Effektivität wird (vorsätzlich) geopfert, weil Industriestandards befolgt werden „müssen“. Das heißt im Umkehrschluss: mit höheren Bau- und Betriebskosten.

Was, wenn die Quadratur des Kreises doch möglich wäre? Mit dem neuesten Stand der Technik branchenübliche Standards weit übertreffen, technische Details genauso wie die Effizienz optimieren – und auch noch die nötige Verfügbarkeit einhalten?

Standards als Fundament für Innovationen

Bei Interxion greifen wir auf genau solche Standards zurück: Zum Beispiel, indem wir auf Bausteine des Uptime Institute, der Telecom Industry Association (TIA) und des Building Industry Consulting Service International (BICSI) zurückgreifen. Damit nutzen wir ständige Innovationen und betreiben unsere Rechenzentren deutlich effektiver.

Einige Beispiele, wo wir bestehende Normen verbessert haben:

  • Statt Sprinkler-Anlagen benutzen wir Gas als bevorzugte Brandschutzmethode: So können die Systeme unterbrechungsfrei weiterlaufen.
  • Wenn es gesetzlich erlaubt ist, verwenden wir keine „Not Aus“-Schalter für die Systeme des Rechenzentrums. Einzige Ausnahme sind rotierenden Maschinen wie Dieselgeneratoren.
  • Wir haben alle PVC-ummantelten Kabel aus sämtlichen IT-Räumen entfernt. Im Brandfall besteht die Gefahr, dass die Rückstände des PVC die IT-Systeme beschädigen könnten.
  • Für die statistische Verfügbarkeit von Tier-IV haben wir ein alternatives Design eingeführt. In der Folge hat das Uptime Institute in 2010 die Tier-Norm geändert: Mittlerweile verfolgt man einen offeneren Ansatz, der die Anforderungen umschreibt, anstatt ein Übersichtsschaltbild zu liefern.
  • Angenommen, ein 1000 Quadratmeter Rechenzentrum ist für 2 Kilowatt pro Quadratmeter Kundenlast ausgelegt: Dann spart dieses alternative Konzept 3,3 Mio. Euro Baukosten und Ersatzinvestitionen sowie 245.000 Euro Energiekosten pro Jahr.

Erfahren Sie mehr und treffen Sie den Autor Lex Coors bei unserem Webinar gemeinsam mit Stephen Worn

Donnerstag, 11. Juni, 16.00 Uhr CET – am besten gleich registrieren!

http://www.datacenterdynamics.com/webinars/do-industry-standards-hold-back-data-centre-innovation/93903.article

*Quelle: Datacenter Dynamics, 2014 Census