Wird die Schweiz von Big Data überrollt?

News

Kategorien

Zürich - 3. April 2013 - Interxion und das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne kommen in ihrer Studie «Big Data – jenseits des Hypes» zu dem Ergebnis, dass lediglich ein Viertel aller europäischen Unternehmen aktuell ein Big-Data-Konzept hat. Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den europäischen IT-Märkten, vor allem bezüglich der Bedeutung von Big Data und der Bewertung von Chancen und Risiken.

Big Data wird in drei Jahren die IT-Welt dominieren und im Fokus der Unternehmen sein, so ein weiteres Ergebnis. Umso wichtiger für IT-Abteilungen, an diesem Trend nicht nur teilzuhaben, sondern jetzt mitzuwirken. Voraussetzung: Die entsprechenden Mitarbeitenden dieser Abteilungen sollten die strategischen Unternehmensziele kennen und sogar selbst mitentwickeln.

Nutzung von Big Data noch keine Priorität in der Schweiz
Im europäischen Vergleich zeigt sich die Schweiz jedoch ausgesprochen zurückhaltend gegenüber dem Umgang mit Big Data – so sehen 36 Prozent der Entscheider keine Notwendigkeit für Big Data. Im Vergleich dazu sind es lediglich 19 Prozent im europäischen Durchschnitt. Doch eines scheint allen IT-Verantwortlichen bewusst zu sein: 99 Prozent geben an, wenig Möglichkeiten für strategisches Handeln, geschweige denn vorausschauende Unternehmensplanung zu haben. Denn im Unternehmensalltag sind Feuerwehreinsätze an der Tagesordnung.

Datenzentren hauptsächlich Inhouse
Schweizer Unternehmen liegen etwas über dem Durchschnitt was den Prozentsatz der Inhouse Datenzentren betrifft (62 Prozent). Die grösste Herausforderung stellen Energiekosten und Kühlung dar, die von 57 Prozent genannt werden. Im europäischen Durchschnitt sind Analytics (55 Prozent) und Storage (53 Prozent) die am häufigsten genannten technischen Herausforderungen von Big Data.

Interessant: Das Netzwerk folgt an dritter Stelle: Nahezu die Hälfte (48 Prozent) der Befragten vermutet diesbezüglich Beeinträchtigungen der Netzwerk-Infrastruktur und somit Auswirkungen auf die Geschwindigkeit, mit der Informationen abgerufen, verarbeitet und bereitgestellt werden können. Diese Bedenken sind vor dem Hintergrund verständlich, dass 58 Prozent der Unternehmen davon ausgehen, dass ihre Daten innerhalb von bis zu 100 Millisekunden ihren Endkunden zur Verfügung stehen sollten. Eine Auslagerung von Big-Data-Lösungen in die Colocation kann die Lösung für diese Herausforderungen sein.

Jetzt Big Data in die Planung einbeziehen
Wenn Organisationen heute schon wissen, dass Big Data immer wichtiger wird, müssen sie bereits jetzt ihre Planungen danach ausrichten. Für welche Systeme, Netzwerke und Anwendungen sie sich entscheiden, wird grossen Einfluss darauf haben, wie gut sie in der Lage sein werden, Big-Data-Lösungen bereitzustellen, sobald ihre Organisationen danach verlangen.

1 Hinweis für Redakteure
Vanson Bourne hat im Auftrag von Interxion 750 Senior IT-Entscheidungsträger in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern im November und Dezember 2012 befragt. An der Studie haben 150 Befragte aus dem Vereinigten Königreich und Irland sowie jeweils 100 aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz, den Benelux- und skandinavischen Ländern teilgenommen.