Die Tücken der Cloud-Konnektivität: Der Standortvorteil von Frankfurt

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von René Büst, Senior Analyst, Crisp Research

Die kontinuierliche Verlagerung von geschäftskritischen Daten, Applikationen und Prozessen auf externe Cloud Infrastrukturen sorgt dafür, dass sich für CIOs nicht nur die IT-Betriebskonzepte (Public, Private, Hybrid) sondern ebenfalls maßgeblich die Netzwerkarchitekturen und Anbindungsstrategien verändern. Hierbei ist die  Auswahl des richtigen Standorts ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, bei dem Frankfurt bereits heute, aber vor allem in der Zukunft eine tragende Rolle spielen wird.

Die digitale Transformation schlägt um sich

Der digitale Wandel macht heute in keinem Bereich unseres Lebens mehr halt. So sind schätzungsweise 95 Prozent aller Smartphone Apps mit Services verbunden, die sich auf Servern in globalen und weltweit verteilten Rechenzentren befinden. Gleichermaßen sind die Apps ohne eine direkte und zumeist konstante Verbindung zu diesen Services nicht funktionsfähig. Der Zugriff auf Metadaten oder anderweitige Informationen ist für den reibungslosen Betrieb unabdingbar. Zudem wird der Großteil der Produktivdaten, welche von den Apps benötigt werden, auf Systemen in den Rechenzentren gespeichert und nur eine kleine Auswahl lokal auf dem Smartphone bei Bedarf zwischengespeichert.

Bereits heute werden viele moderne Business-Applikationen über Cloud-Infrastrukturen bereitgestellt. Aus der heutigen Sichtweise eines CIOs ist eine stabile und performante Verbindung zu Systemen und Services damit unerlässlich. Dieser  Trend  wird  sich  noch weiter verstärken. Crisp Research geht davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren rund ein Viertel aller Business-Anwendungen als Cloud-Services eingesetzt werden. Gleichzeitig werden auch hybride Szenarien, bedienen lokale unternehmenseigene IT- Infrastrukturen mit Infrastrukturen in Cloud Rechenzentren verbunden werden, immer wichtiger.
 
Datenaufkommen: Das neue Öl erfordert größere Pipelines Insbesondere  das  stetig  steigende  Datenaufkommen  erfordert  eine  zuverlässige  und  vor allem  stabile  Konnektivität,  um  auf  die  Daten  und  Informationen  zu  jeder  Zeit  Zugriff  zu erhalten  und  verlässlich  zu  speichern.  Noch  wichtiger  wird  es,  wenn  geschäftskritische Prozesse  und  Applikationen  auf  eine  Cloud-Infrastruktur  ausgelagert  werden.  Der  Zugriff muss jederzeit und performant – mit einer geringen Latenz – sichergestellt werden und kann für  Unternehmen  im  Fehlerfall  zu  maßgeblichen  finanziellen  als  auch  Schäden  am  Image führen. Das stellt ein hohes Unternehmensrisiko dar. Die Qualität eines Cloud Service hängt somit maßgeblich von seiner Konnektivität und der Performance im Backend ab. Ein Cloud Service ist nur so gut, wie die Verbindung, über die er bereitgestellt wird.

Cloud-Connectivity ist die neue Währung

Damit sich Applikationen und Services performant, stabil und sicher bereitstellen lassen, sind einerseits moderne Technologien erforderlich, andererseits ist der Standort für eine optimale „Cloud-Connectivity“  maßgeblich  entscheidend.  „Cloud  Connectivity“  lässt  sich  technisch mittels der Latenz, dem Durchsatz und der Verfügbarkeit definieren.


Hierbei ist ein entscheidendes und wichtiges Merkmal die Konnektivität  des Rechenzentrums, um den Kunden und deren Kunden einen stabilen  und  zuverlässigen Zugriff auf Cloud-Services zu jeder Zeit zu gewährleisten. Hierzu gehören eine hohe Ausfallsicherheit  anhand  unterschiedlicher  Carrier  (Netzwerkprovider)  und  eine  redundante
 
Infrastruktur hinsichtlich Router, Switches, Verkabelung sowie der Netzwerktopologie. In diesem Zusammenhang bilden Carrier-neutrale Anbindungen ein wichtiges Merkmal für den Kunden, damit dieser sich aus mehreren Anbietern den für sich passenden auswählen kann.

Frankfurt ist das Vorbild für die Cloud-Connectivity

In den vergangenen 20 Jahren hat sich in Frankfurt ein Cluster von Infrastrukturanbietern für die digitale Ökonomie gebildet, die Unternehmen dabei helfen, ihre Produkte und Dienstleistungen am Markt zu positionieren. Diese Anbieter haben Frankfurt und dessen Wirtschaft geprägt und liefern Integrationsservices für IT und Netzwerke sowie Rechenzentrumsdienste. Immer mehr Service-Anbieter haben verstanden, dass sie trotz der Globalität einer Cloud-Infrastruktur lokal vor Ort in den Ländern bei ihren Kunden  sein müssen. Das ist eine wichtige Erkenntnis. Kein Anbieter, der ernsthafte Geschäfte in Deutschland   machen   will,   wird   auf   einen   lokalen   Rechenzentrumsstandort verzichten können.

Vor diesem Hintergrund hat Crisp Research in einem White Paper die Rolle von Frankfurt als Rechenzentrumsstandort   und   Connectivity   Hub   untersucht. Das   White   Paper  „Die Bedeutung    des    Standorts    Frankfurt    für    die    Cloud Connectivity“ steht   Ihnen als Download zur Verfügung.