Frankfurt – Das europäische Cloud-Zentrum

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Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Anforderungen an die Informationstechnologie rasant.

Immer mehr IT-Verantwortliche verlagern daher Server und Daten in sichere und optimal vernetzte Rechenzentren bei Colocation-Dienstleistern. Dies ermöglicht Unternehmen auf sich schnell verändernde Bedingungen flexibel zu reagieren. 2015 lagen die Investitionen für Colocation und Outsourcing in Deutschland bei 2,25 Milliarden Dollar. Die Marktforscher von Datacenter Dynamics Intelligence (DCDi) rechnen mit einer Verdopplung dieser Ausgaben bis zum Jahr 2020.

Interxion reagiert auf diesen Nachfrageboom und eröffnet jetzt sein zehntes und bislang größtes Rechenzentrum FRA10 in Frankfurt. Der Standort des europäischen Colocation-Dienstleisters beherbergt mit dem DE-CIX den weltweit größten Internetaustauschknoten. Das Rechenzentrum ist international exzellent vernetzt und erfüllt anerkannte Sicherheits-Standards. Mit dem Bau bedient Interxion die stark wachsende Nachfrage nach hochverfügbaren und sicheren Rechenzentrumskapazitäten für das digitale Wachstum. „Cloud Computing ist einer der stärksten Wachstumstreiber für die Nachfrage von Industrie- und Technologieunternehmen nach unseren Colocation-Dienstleistungen“, so Peter Knapp, Geschäftsführer von Interxion Deutschland. „Unser Frankfurter Standort entwickelt sich äußerst dynamisch zum Zentrum europaweiter Cloud-Aktivitäten.“

Speziell bei Cloud-Lösungen spielen auch die strengen deutschen Datenschutzgesetze eine immer größere Rolle. „Die Bedenken, die Endverbraucher in Zusammenhang mit dem Schutz ihrer persönlichen Daten in einer öffentlichen Cloud äußern, und den impliziten Wunsch der Datenhaltung in deutschen Rechenzentren kennen wir als Rechenzentrumsanbieter bereits sehr gut von unseren Kunden“, erklärt Peter Knapp.

Die Hamburger Markt- und Trendforscher von EARSandEYES haben im November 2015 1.000 Personen in Deutschland zwischen 16 und 65 Jahren zu „Akzeptanz und Bedenken gegenüber Public Cloud-Angeboten in Deutschland“ befragt. Das Potenzial für öffentlich zugängliche Cloud-Dienste ist danach noch relativ hoch: 62 Prozent der deutschen Endverbraucher legen private digitale Informationen lieber auf dem eigenen Rechner oder auf externen Festplatten ab. Unter den 1.000 Befragten ist die Skepsis gegenüber Cloud-Angeboten insbesondere dann hoch, wenn private Daten in den USA gespeichert werden. 75 Prozent der Gegner öffentlicher Cloud-Speicher schätzen die Gefahr von Missbrauch oder Verlust ihrer Daten hier hoch bis sehr hoch ein. Sogar bei den Cloud-Kunden fürchten 65 Prozent um den Schutz ihrer Daten in Rechenzentren in den USA. Bei einer Datenspeicherung auf deutschem Boden sehen 31 Prozent der Public-Cloud-Nutzer nur noch geringe bis sehr geringe Gefahren für den Verlust der eigenen Informationen. Damit liegen Cloud-Anbieter mit Rechenzentren in Deutschland voll im Trend.

FRA10 wird nach Fertigstellung der vierten und letzten Bauphase insgesamt über eine mit modernsten und effizientesten Technologien ausgestattete Netto-Rechenzentrumsfläche von circa 4.800 Quadratmetern verfügen. Die Investitionen für den kompletten Bau von FRA10 belaufen sich auf rund 92 Millionen Euro. Auf dem Interxion-Campus haben Kunden Zugang zu den bestehenden Branchen-Communities Cloud, Digital Retail, Digital Media und Financial Services. Sie können dort wertvolle Geschäftsbeziehungen mit potenziellen Zulieferern, Partnern und Kunden knüpfen und haben Anschluss an mehr als 600 Carrier und Internet Service Provider.

Damit entsteht auf dem Interxion-Campus das größte Cloud-Zentrum in Europa, eine maßgebliche Investition in die Prosperität des Wirtschaftsstandorts RheinMain.