Cloud-Boom in Deutschland: Chancen für Systemhäuser und MSPs

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Wären die Marktforscher von IDC nicht so kühle Köpfe, hätten sie in ihrer aktuellen, von Microsoft Deutschland gesponserten Studie zum Thema Cloud Computing vielleicht geschrieben, „dass sie es schon immer gesagt hätten“. Aber weil Marktforscher nun mal einen sachlichen Stil pflegen, begnügen sie sich mit der Feststellung, „die Diskussion sei gereift“.

Die nüchterne Sprache sollte jedoch niemanden davon abhalten, die Ergebnisse der Studie genau anzuschauen, denn immerhin geht es um die Frage, wie der IT-Markt angesichts der Cloud neu aufgeteilt wird. Ganz besonders gilt das für Systemhäuser und Managed Service Provider.

Die harten Zahlen

Der Markt für Public Cloud Services wächst laut der IDC-Studie in Deutschland nicht nur schneller als die Gesamtausgaben für IT – er wächst zehnmal schneller: Public Cloud Services sind also ein rasant größer werdendes Stück des ganzen Kuchens. Gleichzeitig werden Investitionen in alle Cloud-Varianten und die dazugehörigen Technologien bis 2019 verdoppelt. Über 72 Prozent der deutschen Unternehmen sind dabei, Cloud Services zu nutzen oder einzuführen und 28 Prozent der IT-Entscheider erwarten, dass sich ihre Abteilung in den kommenden zwei Jahren zum Business Enabler und Innovationstreiber entwickeln wird.

Microsoft-Partner, die auf die Cloud setzen, übertreffen ihre Mitbewerber um den Faktor 2 beim Wachstum, um den Faktor 1,2 beim Rohertrag und um den Faktor 1,8 bei den wiederkehrenden Umsätzen.

Eine gute Antwort auf speziell deutsche Bedenken

Doch ein Selbstläufer sind Cloud Services angesichts dieser Prognosen trotzdem nicht. Denn Deutschland stellt in der globalen Cloud-Landschaft einen Sonderfall dar. Darauf weist auch IDC explizit hin: „Dennoch bleiben Sicherheitsbedenken für deutsche Unternehmen nach wie vor der mit Abstand wichtigste Grund, sich gegen die Nutzung von Cloud Services zu entscheiden oder sich erst gar nicht damit zu beschäftigen. Grund dafür ist die Befürchtung, Daten könnten in falsche Hände geraten. Hinzu kommen Unsicherheiten hinsichtlich der Einhaltung nationaler, internationaler und branchenspezifischer Regelungen.“

Diese Sicherheitsbedenken hat Microsoft erkannt, ernst genommen – und mit einem speziell auf den deutschen Markt zugeschnittenen Angebot reagiert: der Microsoft Cloud Deutschland. Zentrales Element ist die so genannte Datentreuhänderschaft, ein bahnbrechendes Modell, das den deutschen Compliance-Richtlinien besonders Rechnung trägt und die „deutsche Cloud“ zu einem echten Enabler macht, da sie Hürden abbaut.

Bei Interxion sind wir fest überzeugt, dass langfristig auch in Deutschland an Cloud Computing kein Weg vorbeiführen und der Anteil der selbstbetriebenen IT bei den Endkunden sukzessive schrumpfen wird. Wer langfristig am Markt erfolgreich sein will, muss sich auf eine Zukunft mit und in der Cloud einstellen. Das gilt für alle Systemhäuser und Managed Service Partner.

Neutralität und direkter Zugang

Unsere Colocation Services basieren auf zwei Merkmalen: Neutralität und direkter Zugang. Als Cloud- und Carrier-neutraler Anbieter von Rechenzentrumsdienstleistungen bietet Interxion Zugang zu einer Vielzahl an Carriern, ISPs und Cloud Providern. Für unsere Kunden heißt das, dass sie für jede Aufgabenstellung den oder die für sie passenden Partner wählen und so Verbindungen eingehen können, die für alle Seiten vorteilhaft sind. Weil diese Anbieter direkt in unseren Rechenzentren präsent sind, ergeben sich zudem messbare Vorteile hinsichtlich Connectivity und Latenz.

Das gilt besonders für die Cloud: Kunden von Interxion haben in Frankfurt den direkten Zugang in die deutsche Microsoft Cloud und können sich zudem per Cloud Connect mit anderen Anbietern wie etwa Amazon Web Services verbinden. Privat, sicher und schnell – gerade richtig für Unternehmen, die ihren Kunden Zugang zur Public Cloud ermöglichen oder eigene Cloud Services entwickeln wollen.