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Darum sind uns 100 Prozent erneuerbare Energien nicht genug

Von: Ralph Hochwart

Die Nachfrage nach Rechenzentrumsleistungen wächst stetig, sodass die Kapazitäten immer weiter aufgestockt werden. Das hat zur Folge, dass in Frankfurt die Rechenzentren mittlerweile den Flughafen als größten Stromverbraucher der Stadt abgelöst haben. „Im Netzgebiet des Energieversorgers Mainova entfielen zuletzt 18,85 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs auf den Flughafen, die Rechenzentren kamen zusammen auf 19,42 Prozent“, berichtete kürzlich die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Wer viel Strom verbraucht, trägt auch viel Verantwortung. Seit dem 1. Januar 2017 betreibt Interxion daher all seine Rechenzentren in Deutschland zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien. Damit setzen wir bereits an elf unserer 13 Standorte auf grüne Energie und decken 90 Prozent unseres gesamten Strombedarfs mit erneuerbaren Energiequellen ab.

Für eine wirklich nachhaltige und umweltschonende Energieversorgung reicht das jedoch allein nicht aus. Wer Nachhaltigkeit und Umweltschutz ernst nimmt, muss sich stärker engagieren. Bei Interxion beginnt dieses Engagement schon lange, bevor die ersten Server in ein neues Rechenzentrum einziehen.

Was ist besser als umweltfreundlicher Strom? Gar kein Strom!

Wir planen unsere Rechenzentren daher energieeffizient. Eine modulare Architektur, in der kleine Subsysteme unabhängig voneinander betrieben und bei Bedarf kombiniert werden, senkt die Grundkosten. Technologien wie Freikühlung und das Recyceln von Abwärme reduzieren den Stromverbrauch weiter. Die tatsächlich betriebene Infrastruktur mit der jeweils gegebenen Auslastung der IT auszubalancieren, macht den Betrieb effizienter. Zudem werden beispielsweise die Strömungsvorgänge im Rechenzentrum mit Hilfe fortschrittlicher Software simuliert und optimiert.

Bei Neuinstallationen und im fortlaufenden Betrieb gehört der Dialog mit den Kunden und Partnern für uns zum Standardrepertoire. Dadurch wird es möglich, die für die jeweiligen Anforderungen und voraussichtlichen Lasten idealen Systeme aufzusetzen und auch die passende Umgebung zu schaffen. Beispiel Kaltgangeinhausung: Dabei werden selbstschließende Türen sowie Lüftungsplatten im Doppelboden und Cabinet in maßgeschneiderten Lüftungslösungen verwendet, die es ermöglichen, Cabinet-Reihen auch bei hoher IT-Last effizienter zu kühlen. Das Ergebnis dieser verschiedenen, miteinander eng verknüpften Maßnahmen ist eine Jahr für Jahr kontinuierlich verbesserte Energieeffizienz.

Grüne Standards durchsetzen – branchenweit und intern

Damit nicht nur die eigenen Kunden, sondern die gesamte Branche vom Interxion-Know-how in Sachen Nachhaltigkeit und Green IT profitiert, engagieren wir sich uns in etlichen Gremien. So ist Interxion Mitbegründer des Uptime Institute EMEA Network und gehört dem Technical Committee sowie dem Advisory Council von The Green Grid an – dem führenden Konsortium für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit der Rechenzentrumsbranche.

Außerdem haben wir mit der Energy Strategy Group eine interne Arbeitsgruppe, die sich dafür einsetzt, die Energiestrategie von Interxion zu entwickeln, umzusetzen und zu gestalten. Die Gruppe wird von der Geschäftsführung tatkräftig unterstützt und konzentriert sich auf folgende Bereiche:

  • den intelligenten Ankauf von Strom,
  • die kontinuierliche Verbesserung unserer Energieeffizienz und Power Usage Effectiveness sowie
  • den Wert von Energie gegenüber unseren Kunden als grundlegenden Service herauszustellen.

Sie wollen mehr darüber erfahren, wie wir uns für mehr Nachhaltigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie einsetzen oder haben Anregungen, wie wir unseren CO2-Ausstoß weiter senken können? Dann freuen wir uns, von Ihnen zu hören!