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Was steckt hinter dem Begriff Hybrid Cloud und wie verbessert sie Connectivity?

Viele Trendbarometer verfolgen aufkeimende, eskalierende und potentiell wichtige Entwicklungen, doch Google Trends ist dem Puls des Wandels dabei näher als die meisten. Bei Eingabe des Suchbegriffs ‘Hybrid Cloud’ findet Trends einen wahrhaften Berg von öffentlichem Interesse, das von der Talsohle im Frühjahr 2010 bis zum heutigen Gipfel ansteigt.

Nach: Vincent in’t Veld

Auf dem Weg gab es viele bedeutende Meilensteine, doch das Interesse an der Hybrid Cloud war noch nie so groß wie heute. Nach unserer jüngsten IDC-Forschungsstudie nutzen 53 Prozent der europäischen Unternehmen derzeit eine Hybrid-Cloud-Lösung für ihre betriebsweite IT. Warum?

Die Hybrid Cloud bietet eine Reihe von Vorteilen für Unternehmen, darunter in erster Linie die Möglichkeit, firmeneigene IT-Ressourcen bewusst zur Erreichung von Unternehmenszielen einzusetzen und so beispielsweise neue Märkte zu erschlieβen oder die Betreuung bestehender Kunden zu verbessern.

Ebenfalls wichtig: die Hybrid Cloud hilft beim Adressieren einer zentralen IT-Funktion, die direkten Einfluss auf die Kundenerfahrung und das Dienstleistungsangebot hat. Wir sprechen von Connectivity.

Für alle diejenigen, die noch nicht überzeugt sind, hier eine kurze Einführung in die Hybrid Cloud und ihre Rolle bei der Vernetzung.

Definition der Hybrid Cloud

Hybrid Cloud bezieht sich auf ein IT-Bereitstellungsmodell, das ein Rechenzentrum oder eine Private Cloud mit einer Public Cloud von einem kommerziellen Anbieter wie Amazon, Microsoft oder Google kombiniert. Bei ersterer handelt es sich um eine private Infrastruktur, die von einer einzigen Organisation hinter einer Firewall genutzt wird. Letzteres ist eine öffentliche Infrastruktur. Workloads bewegen sich frei nach Bedarf über eine verschlüsselte Verbindung zwischen der Private und Public Cloud.

Vorteile der Hybrid Cloud

Es gibt viele gute Gründe, um die Hybrid Cloud näher zu betrachten.

An erster Stelle steht das Argument, dass sie das „Beste aus beiden Welten“ vereint. Dahinter steckt die Idee, dass die Hybrid Cloud sowohl die Sicherheit und Kontrolle der privaten IT-Infrastruktur gewährleistet als auch die Agilität und Flexibilität der Public Cloud. So können schnell neue Apps und Services in der Public Cloud lanciert werden, ohne erst in Hardware oder Infrastruktur zum Bau eigener oder erworbener privater IT-Anlagen investieren zu müssen.

Zweitens können Unternehmen dank der Hybrid Cloud bei der Planung ihrer IT-Architektur strategisch vorgehen. So können beispielsweise bestimmte Anwendungen in einem Rechenzentrum implementiert werden, das von Peer-Unternehmen geteilt wird, mit denen das Unternehmen zusammen arbeiten möchte. Man denke an einen Finanzhandelsanbieter, der zum Beispiel durch ein Londoner Rechenzentrum von der Nähe zu relevanten Unternehmen in einem der weltweit bedeutendsten Finanzmärkte profitieren könnte.

Aber wie verbessert die Hybrid Cloud nun die Connectivity? Hier spielt das Konzept der Kontrolle eine entscheidende Rolle. Bei Nutzung der Hybrid Cloud lässt sich die IT so steuern, dass die Latenz und Zuverlässigkeit von Dienstleistungen verbessert wird. Dazu braucht es aber die richtige Hybrid-Cloud-Umgebung.

Mit Colocation-Rechenzentren zu mehr Connectivity

Colocation ist ein wichtiger Bestandteil der Erfolgsgeschichte der Hybrid Cloud und der beste Weg, um verlässliche Konnektivität zwischen Private und Public Clouds zu gewährleisten.

Colocation beinhaltet das Mieten von Räumlichkeiten in der Rechenzentrumsinfrastruktur von Drittanbietern. Diese stellen schnelle und sichere Verbindungen zu den größten Public-Cloud-Anbietern bereit und begünstigen so einen schnelleren Informationsaustausch zwischen privater und öffentlicher IT.

Das ist besser als das öffentliche Internet zu nutzen, da es hier bei der Kommunikation zwischen der Public und Private Cloud zu hohen Latenzzeiten, uneinheitlichem Datendurchsatz und geringer Sicherheit kommen kann.

Es ist auch besser als das firmeneigene Wide Area Network auszubauen, was sowohl hinsichtlich der Skalierbarkeit als auch der Kosten Probleme verursacht – vor allem, wenn sehr große Workloads bearbeitet werden müssen und eine Verbindung zu mehreren Clouds erforderlich ist.

Die führenden Colocation-Rechenzentren bieten auch eine große Auswahl an Internet Service Providern. Solch eine breite Palette an ISPs gewährleistet eine geringstmögliche Latenz bei der Bereitstellung von Dienstleistungen an den Kunden – und das immer und unter allen Umständen. Es lassen sich auch direkte Verbindungen zwischen gemieteten Rechenzentren herstellen, um konsistente, höchst zuverlässige Connectivity in der genutzten Cloud-Umgebung zu garantieren.

So erfüllt die Hybrid Cloud mittels Colocation das Versprechen auf hochqualitative Connectivity.

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