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Bagger, Beton & Bytes: Baustelle 4.0

Die vierte industrielle Revolution durchdringt das Bauwesen. Neben Zeit- und Kostenersparnis bieten digitale Technologien vollkommen neue Möglichkeiten, die Effizienz zu steigern, Prozesse zu optimieren und die Fehlerquote zu reduzieren – vorausgesetzt, man setzt sie mit Köpfchen ein.

Die österreichische Bauwirtschaft boomt ungebrochen. Während die Digitalisierung in vielen anderen Branchen bereits weiter fortgeschritten ist, zeigt sich das Bauwesen zuweilen noch zögerlich, wenn es um den Einsatz neuer Technologien geht. Jedoch gibt es auch das eine oder andere Unternehmen, das sich dem digitalen Wandel nicht nur stellt, sondern ihn proaktiv mitgestaltet und so zeigt, wie Baustelle 4.0 richtig geht.

Under Construction

Als gutes Beispiel voran geht etwa der österreichische Traditionsbetrieb PORR: Eine eigene, konzerninterne Digital Unit hat bereits zahlreiche Optimierungen und Innovationen implementiert. Heute arbeitet jede Baustelle mit verschiedensten IT-Lösungen und zentral bereitgestellten Services. Dazu gehören etwa Tools für die Planung, die Kalkulation und für die Bestellung von Material. Schritt für Schritt wird die gesamte Supply-Chain digitalisiert. Ein Beispiel hierfür ist die Ausstattung von Baggern mit IoT-Geräten, mithilfe derer Zustand, Wartungsbedarf und Standort in Echtzeit erfasst und abgerufen werden können, um so deren Effizienz zu steigern und Wartungsintervalle zu optimieren. Das Team der Digital Unit arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung weiterer Lösungen. So wurde zum Beispiel eine baustellenspezifische Wetter-App eingeführt, die unter anderem anzeigt, ob die Außentemperatur zum Betongießen ausreicht oder der Kranbetrieb sicher durchgeführt werden kann. Auch die Erfassung von Baumängeln erfolgt digital, sodass die verantwortlichen Bauleiter jederzeit einen präzisen und aktuellen Überblick über ihre Baustellen haben.

Starker Helfer

Auf dem Bau funktioniert ohne IT inzwischen nichts mehr. Aus diesem Grund sind höchste Verfügbarkeit und Sicherheit die wesentlichen, erfolgsentscheidenden Komponenten. Um das zu gewährleisten, setzt die PORR auf die Rechenzentren von Interxion mit deren Sicherheitszertifizierungen nach ISO-27001 sowie ISO-22301. Im Sinne einer nachhaltigen, klugen Digital-Strategie hat sich die PORR dazu entschlossen, ihr Rechenzentrum georedundant auszurichten und einen Teil der IT-Infrastruktur in ein zertifiziertes Data Center nach modernsten internationalen Sicherheitsstandards auszulagern. Dem bisherigen Hauptrechenzentrum steht ein weiteres, „gespiegeltes“ bei Interxion gegenüber – beide Standorte sind ununterbrochen in Betrieb und mithilfe von zwei Dark-Fiber-Leitungen miteinander verbunden. Damit wird sichergestellt, dass der Betrieb vollkommen störungs- und unterbrechungsfrei abläuft und die Digital Unit der PORR weiterhin an der Entwicklung hochqualitativer Lösungen und Services arbeiten kann.