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Ready für den nächsten IT-Quantensprung?

Ob in der Automobilbranche oder der Forschung nach neuen Behandlungsmöglichkeiten in der Medizin – Quantencomputing revolutioniert die IT-Welt. 

Nach: Sylvia Palden-Lukan, MSc, MBA

Quantencomputing galt 20 Jahre lang als exotisches Betätigungsfeld für künftige Nobelpreisträger. Plötzlich investieren auch die Europäische Union oder Großkonzerne wie Intel, Microsoft oder Volkswagen in die Technologie. Wie kommt’s?

Back to Basics – Was sind denn eigentlich „Quantencomputer“?

Der Begriff „Quantencomputer“ vereint die Begriffe der Quantenphysik und Computer – soweit so klar. Die Maschine führt wie ein klassischer Computer Algorithmen aus – nur werden dabei die Gesetzmäßigkeiten der Quantenphysik genutzt. Während ein herkömmlicher Computer mit binären Zahlen operiert – mit Bits, die ausschließlich in der Lage sind, die Werte 0 und 1 anzunehmen – arbeitet ein Quantencomputer mit Qubits, die gleichzeitig beide Werte aufweisen können. Deshalb ist es Quantenrechnern möglich, viel schneller zu operieren als herkömmliche Computer und ihre Rechenleistung zu vervielfachen.

Quantenschnell ins nächste Taxi

Fortschritt schön und gut – nun stellt sich aber die Frage, wie Unternehmen ihn nutzen können. Hochintelligente Technologie will richtig angewandt sein. Ein Quantencomputer hat sowohl die Fähigkeit, hochkomplexe Aufgaben zu lösen, als auch Ent- und Verschlüsselung von Datenströmen zu kontrollieren. Mit Quantencomputern lassen sich beispielsweise Abrechnungen schneller generieren, präzisere Analysen und genauere Rechenergebnisse liefern. Die Echtzeitsuche riesiger Datenmengen etwa, für die ein einfacher Rechner Tage und Wochen bräuchte, wird um ein Vielfaches beschleunigt. Das bringt Unternehmen auf lange Sicht nicht nur Zeiteinsparung, sondern auch die Möglichkeit, Ressourcen intelligent einzusetzen.

Ein konkretes Beispiel: Der Automobilhersteller Volkswagen hat ein auf einem Quantencomputer aufbauendes Programm zur Verkehrssteuerung entwickelt, das nun in Barcelona ausprobiert werden soll. Das System, das mit anonymisierten Bewegungsdaten arbeitet, die von Smartphones oder Transmittern im Fahrzeug gesendet werden, können Personen- und Verkehrsballungen anzeigen. So wird eine exakte Anzahl an Autos bestimmten Orten zugeordnet. Dort werden dann wartende Personen mit einer Fahrgelegenheit aufgegriffen. Diese Technik hat das Potenzial, die Zukunft von Taxiunternehmen positiv mitzugestalten und maßgeblich dazu beizutragen, Leerfahrten zu verhindern, sprich am Ende des Tages die Effizienz bzw. das Kundenservice zu steigern. Man muss also kein Albert Einstein sein, um zu erahnen, dass die Business-Möglichkeiten, die praktisch eingesetzte Quanteninformatik hervorbringen kann, unendlich sind. Sie ist längst in greifbarer Nähe von Unternehmen und Organisationen, die ihr Business vorausschauend in eine neue digitale Zukunft ausrichten.

Ein Quantum Trost für CIOs: Dabei sind sie nicht alleine. Interxion unterstützt seine Kunden bei der Realisierung ihrer digitalen Innovationen – von der großen Vision bis zum kleinsten Teilchen. Das Unternehmen ist ein verlässlicher Partner für hochfunktionale Rechenzentren mit niedriger Ausfallzeit, die große Datenmengen mit Leichtigkeit verarbeiten. Als führender europäischer Anbieter in Rechenzentrum-Dienstleistungen und Betreiber von insgesamt 50 Rechenzentren in 13 europäischen Städten bestens aufgestellt, steht es seinen Kunden optimal zur Seite.