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Heiter bis cloudy: Warum österreichische Unternehmen zunehmend auf die Multi-Cloud setzen

Laut einer aktuellen von Interxion beauftragten Studie der Marktforscher von Research in Action beschäftigt sich nahezu jedes Unternehmen hierzulande mit der Multi-Cloud. Welche Chancen und Herausforderungen sehen heimische Betriebe in Hinblick auf das Trendthema der Stunde?

Nach: Sylvia Palden-Lukan, MSc, MBA

Österreichische Betriebe galten lange als „Cloud-Muffel“ – doch das hat sich ganz rasch geändert: Inzwischen nutzen die meisten von ihnen sogar mehrere Cloud-Provider. Doch mit welchen Mitteln kann dabei ein mögliches Cloud-Chaos verhindert oder bewältigt werden?

Um dies zu ermitteln, wurde in der Studie genaustens beleuchtet, wie viele Unternehmen eine integrierte Multi-Cloud-Strategie einsetzen, welche Vorteile sie dadurch sehen und wo die Hindernisse liegen. Zudem zeigt sie, auf welche Art von Cloud-Angeboten sie sich fokussieren. Research in Action hat dafür 1.400 Personen aus sieben europäischen Ländern befragt, 150 davon aus Österreich. Es handelte sich dabei um IT-Entscheider in Unternehmen ab 250 Millionen Euro Jahresumsatz.

Fest steht: das Cloud-Chaos kann nur mit Hilfe einer integrierten Multi-Cloud-Strategie bewältigt werden. Zwar haben bislang nur acht Prozent der österreichischen Unternehmen eine solche implementiert, doch 30 Prozent planen dies in den nächsten 18 Monaten und 42,7 Prozent langfristig. Bei weiteren 11,3 Prozent ist die Multi-Cloud als Folge von Schatten-IT organisch gewachsen, doch sie verfolgen keine Integrationsstrategie. Insgesamt beschäftigen sich also fast alle Unternehmen in Österreich inzwischen in irgendeiner Form mit der Multi-Cloud. Nur 4,7 Prozent haben das Thema bislang ignoriert.

Multi-Vorteile der Multi-Cloud

Doch warum wollen Unternehmen überhaupt die Multi-Cloud nutzen? 30Prozent der österreichischen Unternehmen sehen vor allem die jeweiligen fachlichen Vorteile und Schwerpunkte der Angebote als wichtigste Vorteile. Knapp dahinter folgen mit 28 Prozent möglichst günstige Kosten. Deutlich abgeschlagen auf den Plätzen drei bis fünf landen die Maximierung der Ausfallsicherheit für Services (14 Prozent), die Vermeidung eines Vendor Lock-ins (13,3 Prozent) und ein besserer Datenschutz (4,7 Prozent).

Nicht aus allen Wolken fallen

Doch nicht alle Unternehmen folgen blind dem Goldrausch. Sie sehen einige Hindernisse auf ihrem Weg in die Multi-Cloud. In Österreich wird vor allem die Integration der Services als schwierig betrachtet, da die technische Verbindung zwischen den Cloud-Diensten nicht einfach zu bewerkstelligen ist (37,3 Prozent). Hier können Angebote wie Interxions Cloud Connect eine wertvolle Hilfestellung bieten. Sie stellt sichere und hochperformante private Verbindungen mit Cloud-Lösungen von Hyperscalern wie Microsoft Azure oder Amazon Web Services über eine einzige physikalische Verbindung bereit. Direkte Anbindungen zu weiteren lokalen Cloud-Anbietern können zum Beispiel am Wiener Rechenzentrums-Campus von Interxion über den dortigen Marktplatz geschaffen werden.

17,3 Prozent sehen Sicherheitsrisiken durch die Verwendung verschiedener Cloud-Dienste. In solch dynamischen Umgebungen wie Multi-Clouds ist der Schutz sensibler Daten angesichts der DSGVO und aktueller Bedrohungen ein großes Problem. Daher setzen viele Unternehmen zum Schutz ihrer kritischen Informationen auf Verschlüsselung. Die dafür nötigen Schlüssel müssen aber extrem stark gesichert werden, zum Beispiel mit dem Management-Service Key Guardian, der den Datenschutz in privaten, hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen vereinfacht.

Weitere Hürden sind, dass Unternehmen nicht genau wissen, auf welcher Infrastruktur die kritischen Daten und Anwendungen betrieben werden (16,7 Prozent) sowie die stärkere Komplexität des Managements und Auslastung der personellen Ressourcen (16,0 Prozent). Für nur 8,7 Prozent passt die Multi-Cloud nicht in die Strategie des Unternehmens.

Wünsch dir was!

Entscheiden sich österreichische Unternehmen für die Multi-Cloud, nutzen sie diese vor allem für Infrastructure-as-a-Service (32 Prozent), hybride Infrastrukturen (28,7 Prozent), Platform-as-a-Service (24,7 Prozent) und Software-as-a-Service (12 Prozent). Damit sehen IT-Entscheider die Multi-Cloud also eher als Optimierungsmöglichkeit für die IT-Infrastruktur, während sie im Software-Umfeld eher auf einen Anbieter setzen.

Hyperscaler for the Win?

Bei den Partnern für die Multi-Cloud wählen österreichische Unternehmen vor allem Hyperscaler (36,7 Prozent) sowie branchenspezifische Cloud-Angebote in Kombination mit Hyperscalern (20,7 Prozent). Für die großen Anbieter sprechen zum Beispiel die einfache Nutzung, die hohe Skalierbarkeit sowie die Kompatibilität mit bestehenden Lösungen. Nur branchenspezifische Cloud-Angebote oder anwendungsspezifische Clouds nutzen 20 Prozent der Befragten, eine Kombination lokaler mit anderen Anbietern 4,7 Prozent und nur lokale Cloud-Provider 2,7 Prozent.

Keine Luftschlösser

Die Multi-Cloud ist also in fast allen österreichischen Unternehmen angekommen – dabei jagen sie keinesfalls blind einem vermeintlichen Hype nach. Ganz im Gegenteil: bedächtig und planerisch gehen heimische Betriebe die Multi-Cloud-Strategie an. Ganz in diesem Sinne unterstützt Interxion mit den Angeboten Cloud Connect und Key Guardian, um dabei auch alle möglichen Hürden zu meistern.