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Wie 'Interconnection Hubs' zu einer weltweit hohen Performance beitragen

Für ein reibungsloses Arbeiten in der Cloud ist die Konnektivität enorm wichtig und ohne sie würde der Wert der Cloud deutlich sinken. Eine Frage, die man sich stets stellen sollte: ist der Einsatz einer Anwendung über die Cloud wirklich sinnvoll, wenn ihre Performance aufgrund hoher Latenzzeiten und langsamer Anbindungen dadurch schlechter wird? Nur durch sehr gute Konnektivität lassen sich die Anforderungen an die Servicequalität der Cloud erfüllen.

Hier liegt also eine der größten Herausforderungen für die Unternehmen, die ihr Business in das digitale Zeitalter überführen und ausweiten möchten. Hat Ihr Unternehmen z.B. seinen Sitz in Frankreich, doch Sie möchten ihr Geschäft nach Osteuropa ausdehnen, so müssen Sie dafür Sorge tragen, dass Ihr Netzwerk diese neuen Märkte auch erreichen kann. Dabei sollte man auch im Hinterkopf haben, dass Kunden stets überall die gleichen Erwartungen an die Servicequalität haben, egal, wo Sie gerade einen neuen Service oder eine neue Anwendung in Betrieb nehmen.

Colocation Rechenzentren tragen dazu bei, dass Sie diese Kundenerwartungen erfüllen, denn dort können Sie mit Hilfe entsprechend optimierter Einrichtungen sowie mit Hilfe von Interconnections Ihre Anwendungen bereitstellen.

Der Wert von Interconnections für Ihr Business

Interconnections bilden im übertragenen Sinn einen Treffpunkt, an dem verschiedene Unternehmen direkten und privaten Internet-Datenverkehr austauschen können. Aus strategischer Sicht ist es für wachsende Unternehmen sinnvoll, sich ein Colocation Rechenzentrum in der Nähe ihres neuen Zielmarktes zu suchen und sich dort anzubinden.

Durch diese Strategie werden Latenzzeiten minimiert, da die Anwendungen in geografischer Nähe zu Ihren Kunden sitzen. Zudem haben Sie so viel einfacher die Möglichkeit, mit potentiellen Partnern, die das gleiche Rechenzentrum nutzen, auf betrieblicher oder kommerzieller Ebene zusammenzuarbeiten. Weitere Vorteile der Nutzung eines Colocation Rechenzentrums sind u.a. Sicherheit, Agilität, Kostenflexibilität sowie eine hohe Performance.

Nun heißt es lediglich noch, das richtige Rechenzentrum zu finden, am richtigen Standort und mit den geeigneten Kapazitäten, die eine Top-Performance gewährleisten.

Wenn nun ein einzelner Interconnection-Point bereits wertvoll ist, könnte man dann diesen Wert noch steigern, indem man mehrere Colocation-Hubs zusammenbindet? Ermöglicht diese Strategie, die wir als Interconnection Hub Modell bezeichnen, es Unternehmen Ihre Performance mithilfe kooperierender Netzwerke zu optimieren und zu erweitern?

Das Interconnection Hub Modell

Ein Unternehmensnetzwerk lässt sich in drei wesentliche Komponenten aufteilen – Intracolocation, Intercolocation und Local Access. Diese drei Bestandteile bilden zusammen den „Interconnection Hub“, also ein Rechenzentrum, in dem Unternehmen ihre IT-Infrastruktur einstellen können, um dort mit anderen Unternehmen Daten und Traffic auszutauschen.

Die erste Komponente, Intracolocation, kennt jedes Unternehmen, das aufgrund der Peering-Vorteile eine Colocation-Einrichtung nutzt. Telekommunikationsunternehmen haben für längere Zeit Intracolocation genutzt, doch angesichts von Online Trading und Digital Content Delivery lässt diese Form der Anwendung nach. Vermehrt nutzen nun digitale Unternehmen diese Strategie, um ihren Kunden bessere Performance und Konnektivität bereitzustellen.

Hinter der zweiten Komponente, Intercolocation, verbirgt sich die Art und Weise, wie Unternehmen ihre verschiedenen regionalen Points of Presence (PoPs) in mehreren Kontinenten miteinander verbinden. Auf diese Weise können Kunden durch geschickte Auswahl einiger strategisch platzierter PoPs innerhalb von Colocation-Rechenzentren einen ganzen Kontinent bedienen. Somit wird quasi das Unternehmensnetzwerk über einen bestimmten regionalen Hub auf den gesamten Kontinent ausgedehnt. Auf diese Weise lassen sich die Netzwerkkosten senken und gleichzeitig die Latenzzeiten und die Verfügbarkeit für den Endnutzer optimieren. 

Die dritte Komponente, Local Access, bezeichnet die Konnektivität zwischen dem lokalen Interconnection Hub sowie den Unternehmensstandorten und Firmennutzern in der betreffenden Region. Bei der hub-basierten Architektur erfolgt eine Zentralisierung des lokalen Zugangs (Local Access) in einem Netzwerkneutralen Rechenzentrum, um sowohl die Redundanz zu verbessern als auch die Kosten zu senken aufgrund der Auswahl zur Verfügung stehender Carrier.

Da alle drei Komponenten im Rahmen von strategisch ausgewählten Colocation-Rechenzentren gemanagt werden, verfügt man über regionale Connectivity Hubs, über die man seinen Kunden weltweit bessere Performance bereitstellen kann. Somit sprechen wir hier über einen schnelleren und effektiveren Weg zur Ausweitung Ihres Business.

Vorteile des Modells

Verwendet man die Interconnection Hub Architektur, so ergeben sich in Bezug auf Effizienz und Performance die gleichen Vorteile wie bei einem Colocation-Rechenzentrum, doch hier lassen sich nun deutlich größere geografische Regionen abdecken.

Richtet man mehrere regionale Interconnection Hubs ein und verbindet diese anschließend optimal miteinander, so können Unternehmen ihr Unternehmensnetzwerk in Bezug auf die Abdeckung der jeweils wichtigen nationalen und internationalen Märkte deutlich optimieren. Entscheidend ist, dass Kunden durch die Nutzung von Colocation-Rechenzentren, welche die großen Cloud-Plattformen, Connectivity-Anbieter und Internet-Knotenpunkten beherbergen, ihre Konnektivität zu ihren Service Providern, Partnern sowie zu ihren Zweigstellen und Firmenanwendern verbessern können.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie Unternehmen durch Nutzung von Colocation-Rechenzentren auf innovative Weise ihre IT-Netzwerke auf- und ausbauen können und gleichzeitig den Erwartungen ihrer Anwender hinsichtlich Servicequalität gerecht werden.