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Wie grün ist unsere digitalisierte Welt? So lassen sich technologischer Fortschritt und Nachhaltigkeit unter einen Hut bringen

Es lohnt sich, nein, es ist höchste Zeit, einen Blick hinter die Rack-Kulissen zu werfen. Der „Datenhunger“ – die Begleiterscheinung der digitalen Transformation schlechthin – geht mit hohem Energieverbrauch einher. Wir befinden uns längst auf dem Weg von Big Data zu Extreme Data. Die digitale Transformation bringt ein enormes Potenzial, Ressourcen zu schonen. 

Das Internet of Things (IoT), Smart Systems und Kryptowährungen bringen Rechenzentren rund um den Globus zum Glühen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Mining von Bitcoins in Island mehr Strom verbraucht als alle Privathaushalte des Inselstaates. Niedrige Ökostrompreise locken immer mehr Unternehmen an, hier ihre Data Center zu bauen. Ähnliches gilt für China, wo sich gegenwärtig 70 Prozent des weltweiten Bitcoin-Minings abspielen. Laut Bitcoin-Energy-Consumption-Index verbraucht die Überweisung nur eines Bitcoins gar so viel Strom, wie ein Zwei-Personen-Haushalt in zwei Monaten.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche und Wirtschaftszweige werden nicht nur Datenvolumina, sondern auch der Energiebedarf zweifelsohne kontinuierlich steigen. Dass dies nicht gleichbedeutend mit einer wachsenden Umweltbelastung sein bzw. akzeptiert werden muss, zeigen verschiedene Beispiele aus der Praxis.

 

Gezielter, intelligenter Verbrauch

Seit einigen Jahren bereits befindet sich die Energiewirtschaft selbst mitten im digitalen Wandel. Mithilfe intelligenter Stromzähler, so genannter Smart Meter, wird der Stromverbrauch regelmässig gemessen. Dies ermöglicht nicht nur eine effizientere Energienutzung, sondern lässt auch neue Geschäftsmodelle mit unterschiedlicher Tarifierung zu – abhängig vom Zeitpunkt des Stromverbrauchs. Ein zentraler Vorteil der Digitalisierung liegt demnach im gezielt steuerbaren Verbrauch.

Derlei smarte Anwendungsszenerien gibt es viele: von der Heizung, die sich nur dann aktiviert, wenn sie gebraucht wird, über die intelligente Ampel, die wartenden Autokolonnen zu weniger verkehrsintensiven Zeiten grünes Licht gibt, bis hin zu einer effizienteren, bedarfsgerechten Auslastung ganzer Produktionsbetriebe – Stichwort Industrie 4.0. Auch die Fortschritte in der Entwicklung von Artificial Intelligence (AI) und maschinellem Lernen werden die Zukunft der Industrie 4.0 prägen.

 

Digital – aber richtig

Ressourcen sparen, lautet das Gebot der Stunde. Mithilfe digitaler Technologie werden Prozesse und Arbeitsschritte optimiert, automatisiert oder gar vollständig digitalisiert und damit Effizienzsteigerung erst möglich – unterm Strich bereits durch blosse Einsparungen von unnötigem Verbrauch. Klingt banal, ist es auch und dabei wirksam. Wie sich Unternehmen neueste Technologien im Sinne der Langfristigkeit zunutze machen können, zeigt beispielsweise der Internetriese Google, der gerne ob seiner Strahlkraft und Stärke beispielgebend ins Treffen geführt wird. Selbst wenn auch in diesem Fall ökonomische Motive der Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen, so sollen „green effects“ nicht zum Nachteil gereichen. So setzt der Konzern bereits seit zwei Jahren auf die Fähigkeiten von Künstlicher Intelligenz, um Einsparungspotenziale in seinen Rechenzentren zu erkennen und den Energieverbrauch merklich zu senken.

Zu moralisieren, welche Beweggründe dabei im Vordergrund stehen, sei hier hintangestellt. Wenn technologischer Fortschritt einerseits nicht zwangsläufig auf Kosten unseres Planeten gehen muss und andererseits ebenso wenig von strengen Auflagen ausgebremst werden soll, ist es entscheidend, beides gleichermassen in die eigene Unternehmensstrategie zu implementieren.

 

100 Prozent erneuerbare Energien

In diesem Sinne deckt Interxion schon jetzt 100 Prozent des Strombedarfs mit erneuerbaren Energien ab – darunter Wasser-, Solar- und Windkraft – und verfügt zudem inzwischen über  einige Jahre Erfahrung bei der Entwicklung innovativer,  energiesparender Rechenzentrums-Designs. Als einer der führenden Anbieter der Branche in Europa nimmt Interxion seine unternehmerische Verantwortung sehr ernst und arbeitet kontinuierlich und intelligent an der Optimierung seiner Energieeffizienz sowie der Reduktion der eigenen CO2-Emissionen. Bezieher können sich darauf verlassen, dass Interxion stets an der Verbesserung von Energieeffizienz und Power Usage Effectiveness (PUE) arbeitet. Die dafür eingesetzte Energy Strategy Group ist allein dafür abgestellt, eine grüne Energiestrategie von Interxion zu entwickeln und de facto umzusetzen.