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Schweizer Armee bewacht Interxion Rechenzentrum in Glattbrugg

Als wichtigster Internet-Hub der Region Zürich wurde das Interxion Rechenzentrum in Glattbrugg vom 11. – 15. Juni 2018 durch die Schweizer Armee überwacht.

Auch an 'normalen' Tagen wird der Begriff ‘Sicherheit’ bei uns gross geschrieben. Unsere Anlagen sind bekannt dafür, dass sie ultrasicher sind und den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen. Mit der Armee-Übung 'Skill18' wurde das Rechenzentrum jedoch noch ein bisschen sicherer.

Erstmals seit acht Jahren probten Polizei und Armee am Flughafen Zürich gemeinsam den Krisenfall. In der 2. Juni-Woche trainierten 240 Soldaten des Gebirgsinfanterie-Bataillons 85 der Schweizer Armee mit der Polizei zusammen den Objektschutz kritischer Infrastrukturen rund um den Flughafen.

Das Rechenzentrum -  nationale Wichtigkeit

Die Armee-Übung ‘Skill 18’ steht für ‘Schutz kritischer Infrastrukturen, lernen, leisten’. Der Objektschutz im Raum der Ter Div 4, der sieben Ostschweizer Kantone (ZH, GL, SH, AR, AI, SG, TG) einschliesst, umfasst 78 Orte von nationaler Wichtigkeit. Das führte der verantwortliche Kommandant, Divisionär Hans-Peter Kellerhals, an der vorgängigen Pressekonferenz aus.

Da bei Interxion Glattbrugg die wichtigsten Datenstränge quer durch Europa zusammen kommen und ein Internetausfall katastrophal wäre (nicht nur für die Region, sondern auch ausserhalb), gehört das Rechenzentrum zur kritischen Infrastruktur, die es zu sichern gilt in einem Krisenfall.

Sicherheit hat oberste Priorität

Interxion’s Kunden müssen aus Sicherheitsgründen auch sonst durch sechs Sicherheitsschleusen, um an ihre Infrastruktur zu gelangen. Wegen den extra Sicherheitsvorkehrungen von ‘Skill18’ wurden eine Reihe von physischen Absperrungen hinzugefügt: Stacheldraht, streng bewachte Schranken, schwere Militärfahrzeuge sowie Patrouillen und bewaffnete Wachposten. Während der Übung erwischten die Soldaten sogar jemanden mit einer Drohne.

360° Videoaufnahmen – Skill18

360° Aufnahme – Militärcheckpoint

360° Aufnahme – Überwachung der Umgebung

Die wichtigsten Erkenntnisse

Was viele Unternehmen häufig vernachlässigen, ist die physische Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur. Es müssen nicht unbedingt Hacker sein, die den reibungslosen Betrieb eines Unternehmens unterbrechen oder gar lahmlegen. Der physische Schutz von IT-Systemen darf nicht unterschätzt werden. Fakt ist, dass die beste Firewall nichts bringt, wenn Unbefugte problemlos an Server gelangen und ganze Unternehmen in den Ruin treiben.

Durch Colocation kann ein Unternehmen mehrere Präsenzpunkte in verschiedenen Einrichtungen haben, was mehr Sicherheit bedeutet. Erstklassige digitale aber auch physische Sicherheit bietet eine zusätzliche Schutzschicht gegen Bedrohungen.

Auch in Zukunft lautet das Motto: «Besser klein und gezielt»

Das Zusammenspiel zwischen Militär und zivilen Einsatzkräften stand bei «Skill 18» im Fokus. Die Übung verlief reibungslos, und es gab keine unerwarteten Überraschungen.

''Die Soldaten haben mit ihrer Ernsthaftigkeit an der Arbeit mit den zivilen Objektbetreibern zusammen echte Sicherheit produziert", sagt Oberstleutnant im Generalstab Simon Hobi. ''Die Zusammenarbeit der Armee mit den zivilen Partnern wie Flughafenpolizei, Kantonspolizei, Flughafen Zürich AG, Interxion war vorbildlich."

Künftig wolle man bis zu vier solcher oder ähnlicher Übungen durchführen am Flughafen Zürich. Dazu seien allerdings stets sinnvolle Szenarien gefragt. Nur so würden die Einsätze auch einen echten Nutzen bringen, sagt Kellerhals.