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Blogreihe – Teil 5: „Life in the Digital Age“

von Dirk Neuneier,
Senior Marketing Manager,
MHK Interational

Der digitale Wandel ist in vollem Gange. Technologische Entwicklungen verändern die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren, arbeiten, lernen und leben.

Wie können wir uns als Gesellschaft auf die digitale Revolution vorbereiten und positiv mit ihr umgehen? Mit diesen und ähnlichen Fragen und Szenarien beschäftigte sich das 10. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur von Interxion, das am 14. November 2018 in der Klassikstadt Frankfurt veranstaltet wurde.

Szenario:

Mixed Reality: Wie die Industrie von Gamern profitieren kann

„Wir wollen doch nur spielen.“ Für Dirk Neuneier, Senior Marketing Manager von MHK International, der deutschen Niederlassung von MSI, sind diese Worte inoffizielles Motto – nicht nur für seinen Arbeitgeber, sondern auch für viele Kunden. MSI stellt hochwertige Grafikkarten, Mainboards, Notebooks und PC-Systeme her, die vor allem für die Gaming Community interessant sind. Einer der aktuell wichtigsten Trends seiner Branche: Mixed Reality beziehungsweise Augmented Reality, also die Integration digitaler Elemente in die reale Umgebung.

„Im Unterschied zu einer herkömmlichen VR-Lösung werden hier Realität und virtuelle Welt nicht voneinander abgeschirmt“, erklärt Neuneier. „Vielmehr werden digitale Elemente in die reale Welt projiziert, wodurch sich Mensch, Computer und Umgebung kreuzen. Zugleich kann der Anwender mit digitalen Objekten interagieren.“

Im Gaming sind die Standards schon heute beachtlich, sagt Neuneier und bezieht sich dabei auf die Ergebnisse des Content Providers World of VR, der sich der Schaffung virtueller Welten und vor allem deren Verbindung mit der konventionellen Realität verschrieben hat. „Essenzielle Voraussetzung für solche gemischten Realitäten ist die passende Hardware wie etwa die HTC Vive Pro Brille in Kombination mit einem leistungsstarken Computer mit aktueller Grafikgeneration wie den aktuellen MSI Gaming PCs“, sagt Neuneier.

Worauf es beim Spielen außerdem ankommt, ist das Verhältnis zwischen Spaß und Nutzen: Spielen ist per Definition eine Angelegenheit, die Spaß macht – und wenn es Spaß macht, ist es absolut nachrangig, ob es auch einen Nutzen hat. Der Sinn jeglichen Spiels besteht genau darin, keinen Zweck erfüllen zu müssen.

Erste industrielle Anwendungen zeigen den Weg in die Zukunft

Doch auch wenn wir eigentlich nur spielen wollen, ist im Leben eben nicht alles zweckfrei. Manchmal ist das Verhältnis zwischen Spaß und Zweck sogar genau umgekehrt. Beispielsweise beim klassischen Handbuch. Hier steht ganz klar die Zweckmäßigkeit an erster Stelle. Um Spaß zu haben, sind Handbücher hingegen in der Regel nicht ausgelegt.

Die Geschichte der Digitalisierung zeigt, dass immer wieder Anwendungen, die ursprünglich zum Spielen entwickelt wurden, früher oder später auch in den eher ernsteren Bereichen des Lebens eine Rolle spielen. Das gilt laut Neuneier auch für Mixed Reality. „Die Industrie arbeitet bereits mit verschiedenen Lösungen, um komplexe Montageschritte für Mitarbeiter virtuell einblenden zu können. Das erhöht die Effizienz und senkt die Fehlerrate. Bei der Deutschen Bahn können Techniker beispielsweise über eine spezielle App direkte Informationen zu Reparaturvorgängen einsehen. Die früher so wichtigen Handbücher werden damit überflüssig.“

Genau hier, in der Benutzerführung und in der Erweiterung von Handbüchern und Reparaturanleitungen sieht Neuneier noch großes Potenzial für Mixed-Reality- und Augmented-Reality-Szenarien. Auch als Hilfestellung für Endkunden. Der Service könnte aus seiner Sicht damit bei abnehmenden Kosten deutlich verbessert werden. Entscheidend ist dabei die Technik. „Die Illusion muss überzeugender werden“, sagt Neuneier und schlägt den Bogen vom Kunden, der ein Problem lösen will, bis hin zum Gamer, der doch einfach nur spielen will: „Wenn der Anwender vergisst, welche Elemente in seinem Sichtfeld physisch vorhanden sind und welche digital ergänzt wurden, ist die Illusion gelungen.“

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