Mitten in der Corona-Krise einen neuen Job anfangen

Während der Ausnahmesituation Corona-Krise den Geschäftsbetrieb vom Homeoffice aus am Laufen zu halten, fällt selbst erfahrenen Mitarbeitern nicht immer leicht. Für Sabrina Sackretz und Ilya Gil ist die Herausforderung noch einmal größer: Sie haben am 1. April neue Stellen angetreten.

Um ein Rechenzentrum zu betreiben, braucht es viele Menschen mit vielen verschiedenen Fähigkeiten. Dabei reicht das Spektrum von Security-Mitarbeitern und IT-Systemelektronikern über Gebäude- und Service-Techniker bis hin zu Marketingexperten, Finance Managern und Sales-Profis. Doch so divers die Jobbeschreibungen, so einheitlich das Ziel: Sie möchten den Kunden einen effizienten, sicheren und kontinuierlichen Geschäftsbetrieb ermöglichen.

„Business Continuity ist Teil unserer DNA“, sagt Kerstin Gran, HR-Managerin bei Interxion: A Digital Realty Company. „Ein wichtiger Grund, warum die Kunden zu uns kommen, ist, weil sie auch unter außergewöhnlichen Umständen alle IT-Prozesse bei uns sicher und unbesorgt am Laufen halten können. Wir sind daher womöglich besser auf die Krise vorbereitet als andere. Aber neue Mitarbeiter vom Homeoffice aus einzuarbeiten, die selbst auch im Homeoffice arbeiten, das gab es bei uns bislang auch noch nicht. Im April starteten zeitgleich neun neue Kolleginnen und Kollegen, die mit Hardware und nötigen Tools ausgestattet werden, wichtigen Informationen zum Neustart versorgt und willkommen geheißen werden sollten. So, wie es bei uns üblich ist. Alles funktionierte gut, aber nichts war vom Ablauf her wie gewohnt.“

Dennoch ist genau das jetzt Teil der neuen Realität, mit der sich Unternehmen und ihre Mitarbeiter überall auf der ganzen Welt arrangieren müssen. Bei Interxion in Frankfurt haben unter anderen Sabrina Sackretz und Ilya Gil in dieser Zeit neu angefangen. Sabrina Sackretz startete ihre Tätigkeit als Security Coordinator  reibungslos: „Alles notwendige Equipment bekam ich pünktlich zum Beginn der Einarbeitungsphase bereitgestellt.“ Dank Laptop, Headset, Telefon und, ganz wichtig, Zugang zu allen für sie relevanten Systemen, war sie direkt einsatzbereit. Nur für die Zubereitung ihres Latte Macchiatos musste sie auf die Methode „Bring your own Device“ zurückgreifen.

 

„Nicht nur als Arbeitskraft geschätzt, sondern auch als Mensch.“

Bei Ilya Gil war der Start ein wenig aufregender. Schließlich gehört sein neuer Job als Data Center Technician im Rechenzentrum zu denen, die nicht von zu Hause aus erledigt werden können. „Der erste Einsatz auf dem Campus war aber wie jeder Tag an einer neuen Arbeitsstelle: neue Gesichter, neue Räumlichkeiten und Regeln, mit der Ausnahme, dass eben alles modern und sehr gut gesichert ist“, sagt er.

Allerdings spürt man auch hier im Arbeitsalltag die Auswirkungen des Corona-Virus, wie Ilya Gil erzählt: „Der Handschlag zur Begrüßung wird jetzt durch ein Winken ersetzt. Jeder bemüht sich, Abstand zu halten und nur wenn notwendig, mit anderen oder Oberflächen in Kontakt zu kommen. Das Händewaschen und Desinfizieren bei jeder Gelegenheit ist bereits in unbewusste Routine übergegangen. Darüber hinaus desinfizieren beauftragte Firmen mehrmals täglich Geländer, Schleusen und mehr.“

Die neuen Kollegen fand IIya Gil „kompetent, freundlich und zuvorkommend“ und er wurde ermuntert, Fragen zu stellen „Nach Möglichkeit wurde ich auch schon in den Arbeitsalltag eingebunden“, sagt er.

Nicht alle für seine Tätigkeit nötigen digitalen Tools waren vom Fleck weg eingerichtet, aber dadurch konnte er gleich seine neuen Kollegen kennenlernen: „Trotz kleinerer Probleme, die sich in so einer ungewöhnlichen Situation nicht vermeiden lassen, hat sich jeder der Verantwortlichen schnell und zuverlässig um meine Anliegen gekümmert und mir damit das Gefühl gegeben, dass ich nicht nur als Arbeitskraft sondern auch als Mensch geschätzt werde“, sagt Ilya Gil.

Interxion will nicht nur auf eine bestehende Nachfrage mit einem passenden Angebot reagieren, sondern den Kunden, Partnern und Mitarbeitern einen Mehrwert bieten, der sich auch in der eigenen Unternehmenskultur widerspiegelt. Im Fall des in Frankfurt sowie zwölf weiteren europäischen Metro-Regionen tätigen Anbieters für Rechenzentrumsdienstleistungen heißt das, die eigenen Werte nach innen und außen vorleben. „Von unseren vier zentralen Werten – Courage, Passion, Teamwork und Customer Focus – konnten wir beim Arbeitsbeginn von Sabrina und Ilya gleich drei demonstrieren“, sagt Kerstin Gran. „Unter solchen Umständen einen guten Start hinzulegen, braucht auf jeden Fall Mut, Leidenschaft und Zusammenhalt im Team.“

 

„In Zeiten wie diesen zeigt sich, wie gut unsere Pläne wirklich sind.“

Dank guter Ausstattung und der Unterstützung durch erfahrene Kollegen konnten sich die beiden neuen Teammitglieder umstandslos in ihre neuen Aufgaben einarbeiten. Bei einem international tätigen und börsennotierten Unternehmen wie Interxion gibt es dafür in der Regel bewährte Abläufe. „In Zeiten wie diesen zeigt sich, wie gut unsere Pläne wirklich sind“, sagt Kerstin Gran. „Unterlagen und Dokumente wie den Einarbeitungs- und Trainingsplan hat uns HR direkt zukommen lassen“, erklärt Sabrina Sackretz. „Diese arbeite ich jetzt durch. Außerdem tausche ich mich sowohl online als auch telefonisch stets mit meinen Kollegen aus.“ Dabei profitiert sie genau wie Ilya Gil von Anfang an vom individuell zugeschnittenen Aus- und Weiterbildungsangebot des international aufgestellten Unternehmens, dass die Förderung und Bindung der Mitarbeiter als eine Kernaufgabe definiert hat.

Normalerweise nimmt sich Interxion sechs Monate Zeit, um neue Mitarbeiter einzuarbeiten. An dem bewährten Onboarding-Prozess will das Unternehmen auch in diesen ungewöhnlichen Monaten festhalten. Die beiden neuen Teammitglieder sollen spätestens im Oktober 2020 voll einsatzfähig sein. Ob bis dahin alle Arbeitsprozesse im Frankfurter Rechenzentrumscampus wieder nach den üblichen Mustern ablaufen, weiß derzeit niemand zu sagen. Kerstin Gran, Sabrina Sackretz und Ilya Gil sind jedoch zuversichtlich: Sie geben ihr Bestmögliches, dass sämtliche technische Anlagen sowie die IT-Systeme ihrer Kunden auch weiterhin durch diese ungewöhnlichen Zeiten kommen.