Warum vertrauen Banken auf Colocation?

Was ist Geld? Eine einfache Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Geld ist eine Idee. Es existiert, weil sich Menschen darauf geeinigt haben, dass es existiert. Geld ist weit mehr als das, was man in die Hand nehmen kann. Es gibt auch mehr davon, als physisch vorhanden ist: Geld wird auf dem Konto durch Daten abgebildet. Wo werden diese Daten verarbeitet und warum ist das eine wichtige Frage? 

Frankfurt ist für seine Skyline berühmt. Die Wolkenkratzer sind ein beliebtes Symbol, wenn es darum geht, das Bankenwesen und die weltweiten Finanzströme zu illustrieren. Weithin sichtbar prägen sie das Bild der Mainmetropole. Weit weniger auffällig als Frankfurts Türme sind die zahlreichen Rechenzentren der Stadt. Baulich könnte der Unterschied kaum größer sein. Rechenzentren haben ihr ganz eigenes Design und eben auch ihren eigenen Flair. Sie sehen nicht aus wie ein moderner Banken Tower mit schickem Eingangsbereich. In einem Rechenzentrum gehen vor allem Techniker ein und aus. Und nicht jeder kommt in ein Rechenzentrum rein – es ist von Stacheldraht umgeben, der Teil eines mehrschichtigen Sicherheitssystems ist, das darauf hindeutet: Hinter diesen Zäunen geht es um wertvolle Güter, die gut geschützt werden müssen.

Auch wenn es nicht danach aussieht: Die Frankfurter Rechenzentren sind mit den Banken eng verwoben. Dafür sorgen die vielen Kabel, die quer durch die Stadt laufen. Vor allem aber sind es die Daten, die über diese Leitungen fließen, die Rechenzentren und Banken symbiotisch miteinander verbinden. Nahezu alle wichtigen Banken der Welt haben in Frankfurt eine Präsenz und viele von ihnen nutzen externe Colocation-Rechenzentren. Sie nutzen diese Rechenzentren, um:

  • ihre Server dort zu betreiben,
  • sich über Internetknoten wie den DE-CIX mit Cloud und Service Providern zu verbinden, 
  • sich innerhalb der geschützten Räume miteinander zu Communitys zu verbinden und gemeinsam neue Angebote für ihre Kunden und einen Mehrwert für alle zu schaffen.

 

Wo hört das Rechenzentrum auf und wo fängt die Bank an?

Auf der einen Seite die glatten Fassaden der Bankentürme, auf der anderen die Zäune der Rechenzentren. Von außen betrachtet scheint es sich um autarke Einheiten zu handeln. Aber in Wirklichkeit ist es schwierig zu sagen, wo die Bank anfängt und das Rechenzentrum aufhört. Alle Gebäude und mit ihnen die Menschen, die in ihnen arbeiten und für die sie existieren, sind miteinander verbunden. Das, worum es dabei geht – Geld –, ist an keiner Stelle sichtbar. Auch das, womit das Geld abgebildet wird – Daten –, bleibt unsichtbar. Was stattdessen zu sehen ist? Räume mit Reihen von Servern sowie die ganze Technik, die es braucht, um diese Server rund um die Uhr sicher vor Missbrauch und Ausfällen am Laufen zu halten.

Die Ausstattung im Rechenzentrum lässt sich in zwei Arten unterteilen: Alles, was den Kunden gehört – und alles andere. Der Vorteil eines Colocation-Rechenzentrums besteht darin, dass die Kunden wie etwa Frankfurts Banken sich ganz auf die IT konzentrieren können, die für den Betrieb ihres Geschäfts entscheidend ist: ihre Server. Um mehr müssen sie sich nicht kümmern. Alles andere regelt der externe Rechenzentrumsbetreiber. Dazu gehört nicht nur der durch Zugangskontrollen, Überwachungskameras und ständig vor Ort präsente Securitymitarbeiter physische Schutz der Infrastruktur, sondern auch die unterbrechungsfreie Versorgung mit Strom. 

Sicherheit und Verfügbarkeit: In der digitalen Welt, in der es keinen Kassenschluss gibt, sind das Grundvoraussetzungen für jeden Anbieter im Finanzbereich. Für sie gelten strenge Compliance-Vorgaben, die die Banken bei externer Colocation ohne hohen Aufwand erfüllen und nachweisen können.

 

Daten sicher, schnell und privat teilen

Darüber hinaus profitieren Banken im Colocation-Rechenzentrum von einer Reihe weiterer Vorteile, die im eigenen Rechenzentrum nur schwer zu erzielen wären. Frankfurt ist Datenumschlagplatz Nummer eins. Der Internetknoten DE-CIX ist der weltweit größte seiner Art. Das zieht nicht nur einen enormen Datendurchsatz nach sich, sondern hat auch zur Folge, dass in Frankfurt ein Höchstmaß an Connectivity verfügbar ist. Das heißt, wer seine Infrastruktur hier betreibt, kann sich direkt und privat mit nahezu jedem Service Provider, Cloud Provider oder anderem angeschlossenen Unternehmen verbinden und auf diesem Weg Daten schnell und sicher teilen. Ein gutes Colocation-Rechenzentrum bietet eine sichere, hochverfügbare, topmoderne und bestens an die globalen Daten- und Finanzströme angeschlossene Umgebung. 

Die Summe aus all diesen Vorteilen macht die Wahl eines externen Rechenzentrums für Banken so plausibel.