Zwei widersprüchliche Trends - eine globale Lösung

Die immer schneller wachsende Datenflut stellt IT-Verantwortliche vor zwei Aufgaben, die auf den ersten Blick sich widersprechende Lösungen erfordern. Um beide dennoch gleichzeitig erfolgreich bewältigen zu können, denken viele Unternehmen fortschrittlich, indem sie in globalen Dimensionen handeln.

Christian Zipp

Autor: Christian Zipp

Die eine Aufgabe ergibt sich aus der Tatsache, dass Daten Daten anziehen. Zwar ist das Internet dezentral aufgebaut, aber einige wenige Metroregionen wie beispielsweise Frankfurt, Amsterdam und London in Europa, New York in Nordamerika und auch Hong Kong oder Melbourne in Asien-Pazifik haben sich zu zentralen Knoten entwickelt. Mit zunehmendem Ansteigen der Datenflut werden diese Datenhubs immer wichtiger.

Dafür gibt es viele rationale Erklärungen: Eine ist die Auswahl an Connectivity-Optionen und Unternehmen der eigenen Community. Je größer der Standort, desto größer die Auswahl, desto stärker die Anziehungskraft. Ein Trend, der sich selbst verstärkt und auf absehbare Zeit nicht abflachen wird. DigitalRealty erforscht das Phänomen Data Gravity und berechnet die zu erwartenden Datenmengen aufgeschlüsselt nach Branchen und Metroregionen.

Viele IT-Verantwortliche, etwa aus Unternehmen der Finanz- oder der Automotive-Branche, bei denen Daten immer wichtiger für die Wertschöpfung und die Kundenzufriedenheit werden, dürften in der Analyse rund um Data Gravity wiederfinden, was sie längst aus eigener Erfahrung wissen: Damit ihr Unternehmen die eigene Datenmenge gegenwärtig und in Zukunft beherrschen und gewinnbringend damit arbeiten kann, setzen auch sie beim Design ihrer eigenen Netzwerktopographie auf Datenhubs. Das ist der Trend zu zentral ausgerichteten IT-Infrastrukturen.

 

Der eine Trend geht zu zentralen, der andere zu dezentrale Infrastrukturen

Die andere Aufgabe besteht darin, Daten zügig zur Verfügung zu stellen. Latenz ist bei vielen Anwendungen ein Merkmal, bei dem es längst nicht mehr nur um Komfort und eine unterbrechungsfreie Nutzererfahrung geht. Wieder sind Unternehmen der Automobilindustrie und Finanzdienstleister besonders gefragt, ihren Kunden Services mit möglichst geringer Latenz bereitzustellen. Das ist bei Finanzdienstleistern oft eine Frage von finanziellem Gewinn oder Verlust, während es bei Automobilunternehmen oft um die physische Sicherheit von Insassen geht.

In einer IT-Umgebung, in der alle Ressourcen in ausreichender Kapazität verfügbar sind, bleibt als einziger limitierender Faktor der Latenz die Lichtgeschwindigkeit. Ein Datenpaket von Europa nach Nordamerika zu verschicken, dauert etwa 65 Millisekunden. Für E-Mails vollkommen ausreichend, aber deutlich zu lang für Daten, bei denen es um Börsenhandel geht oder gar um autonomes Fahren.

Bei vielen der Anwendungen, die in den kommenden Jahren wichtiger und wertvoller werden, liegt die Toleranz für Latenz im einstelligen Millisekundenbereich. Das lässt nur einen Schluss zu: Unternehmen müssen mit ihrer IT-Infrastruktur näher an ihre Partner und Kunden heranrücken. Das ist der Trend zu dezentralen IT-Infrastrukturen.

 

Die Lösung liegt in global verteilten Daten-Hubs

Der eine Trend verlangt zentrale, der andere verlangt dezentrale IT-Infrastrukturen. Für viele Unternehmen ist das schon jetzt ein Dilemma. Da sich beide Trends mit weiter steigenden Datenmengen verstärken, ist klar, dass sich der Konflikt in naher Zukunft weiter verschärfen wird.

Viele Anbieter der Automobil- und der Finanzbranche können es sich nicht leisten, beim einen Thema zugunsten des anderen Abstriche zu machen. Kompromisse sind hier keine Option. Damit bleibt ihnen nur, ihre IT-Infrastruktur so zu gestalten, dass sie die beiden scheinbar widersprüchlichen Anforderungen vereinen. Das Ziel ist es, an allen für ihre Kunden und Partnern relevanten Märkten mit leistungsfähiger IT präsent zu sein.

 

Colocation mit globalem Footprint

Ein flexibler und nachhaltiger Weg liegt darin, beim Betrieb der IT auf externe Rechenzentren zu setzen. Mit einem Colocation-Partner wie Interxion: A Digital Realty Company können Unternehmen mit Hilfe eines zentralen Ansprechpartners an allen für sie relevanten Zielmärkten gleichbleibend hochwertige Rechenzentrumsdienstleistungen nutzen. Mit PlatformDIGITAL® lassen sich IT-Strategien laufend aktualisieren, skalieren und Datengravitationsbarrieren überwinden. Das hilft Unternehmen dabei, ihre Kunden mit Services zu erreichen, die hinsichtlich Latenz, Verfügbarkeit und Sicherheit konstant branchenführende Werte erreichen.

Dank des globalen Footprints von DigitalRealty stehen Unternehmen auch über Europa hinaus an jedem wichtigen Standort der Welt Rechenzentren zur Verfügung, in denen sie Datenmengen jeder Größe sicher speichern und verarbeiten können und ihre Kunden mit der für jede Anwendung angemessenen Latenz erreichen. So gelingt es in globalen Dimensionen denkenden Unternehmen, die Herausforderungen rund um Data Gravity und der erfolgreichen digitalen Transformation ebenso zu lösen wie die im Zusammenhang mit Latenz – ohne bei einem von beiden Abstriche machen zu müssen. 

 

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