CampusTalk mit Joachim Rath (Datagroup)

#CampusTalk mit Joachim Rath

In der Reihe #CampusTalk sprachen wir mit Joachim Rath, Geschäftsführer der DATAGROUP Operations GmbH. Das Unternehmen ist Teil der DATAGROUP SE, einem führenden deutschen IT-Dienstleister mit rund 3.500 Mitarbeitern an Standorten in ganz Deutschland. Im Kurzinterview gibt er eine aktuelle Markteinschätzung ab, erläutert neben der Bedeutung von Security für seine Kunden die Auswahlkriterien für einen Colocation-Provider.

Joachim Rath, Geschäftsführer DatagroupHerr Rath, wie empfinden Sie die allgemeine Marktsituation für IT-Dienstleister und im Speziellen für die DATAGROUP?

Ich würde sie als „herausfordernd“ beschreiben. Für deutsche IT-Dienstleister ist es gerade herausfordernd, sich richtig zu positionieren, gegenüber den Kunden – aber auch gegenüber den großen Playern. Am Ende des Tages gilt es, ein Angebot zu machen, das den Kundenbedürfnissen am besten entspricht. Unsere Kunden haben inzwischen alle eine sehr ausgefeilte und gut durchdachte Digitalisierungsstrategie. Diese beinhaltet in der Regel das gesamte Portfolio und den Trend in Richtung hybrider Infrastrukturen. Das Zusammenspiel dieser Technologien, also die Kombination aus On-Premise, Public und Private Cloud beherrschen wir als IT-Dienstleister besonders gut.

Ein weiteres Thema in der Branche ist „Know-How“. IT-Fachkräftemangel ist sowohl bei den Mitarbeitern im Kundenunternehmen als auch bei der DATAGROUP ein Thema. Auf beiden Seiten wird Fachpersonal benötigt, das die Digitalisierung versteht. Hier springen wir oft in die Bresche und unterstützen unsere Kunden, um weitere Beratungsfunktionen zu übernehmen.

Welche Bedeutung hat dabei das Thema Security – auch als Folge der Corona-Pandemie?

Die Kunden haben ein großes Sicherheitsbedürfnis. Ich glaube, das Bewusstsein hat sich verändert; dadurch, dass jetzt vermehrt von zu Hause gearbeitet wird und vielleicht, auch weil mehr Ressourcen aus der Cloud genutzt werden. Die Wahrnehmung ist eine andere geworden: Vor der Pandemie, als alle in Büros gearbeitet haben, lag die genutzte Infrastruktur gefühlt “sicher im eigenen Keller”.

Jetzt sitzen hingegen viele Menschen verteilt auf die Republik und greifen remote auf das Rechenzentrum zu, nutzen auch Public-Cloud-Angebote wie in Office 365 und legen dort auch ihre Daten ab. Das hat dazu geführt, dass viele Unternehmen hinsichtlich Security deutlich aufrüsten und bei uns verstärkt entsprechende Lösungen und Services anfragen

Ein paar Ihrer Stärken haben Sie bereits erwähnt. Auf den Punkt gefragt: Aus welchen Gründen entscheiden sich Ihre Kunden für die DATAGROUP?

Ganz konkret wegen der Möglichkeiten, Services zu individualisieren und vorhandene Speziallösungen zu integrieren und zu betreiben. Die Nähe zum Kunden ist sicherlich einer unserer Erfolgsgaranten. Wir haben über 20 lokale Vertriebseinheiten mit jeweils einer Geschäftsführungsstruktur dahinter. Das heißt, jeder Kunde hat im Prinzip einen Geschäftsführer als seinen persönlichen Ansprechpartner.

Dazu kommt unser CORBOX-Portfolio, sprich die Modularisierung der einzelnen Services. Kunden können sich baukastentypisch einzelne Services bzw. Lösungen auswählen und individualisiert beauftragen, eben wie es ihren Bedürfnissen entspricht. Das differenziert uns tatsächlich von Mitbewerbern und auch von den großen Playern – so dass der Kunde sich bei uns gut aufgehoben fühlt.

Was sind die Kriterien, wenn Sie – wie bei Interxion – Colocation-Services buchen?

Ausschlaggebend ist für uns, dass das Gesamtpaket stimmig ist. Das umfasst in der Colocation einen vernünftigen IT-Grundschutz und die entsprechenden Zertifizierungen. Außerdem sind niedrige PUE-Werte wichtig für uns, denn es zeigt uns, dass Rechenzentren energieeffizient bewirtschaftet werden. Unabdingbar ist darüber hinaus die Skalierbarkeit, das heißt das individuelle Hoch- und Runterskalieren von Flächen und Services, um immer flexibel zu sein. Und natürlich wünsche ich mir einen guten Preis.