Wie eine datenzentrierte IT-Infrastruktur die Einhaltung von Vorschriften bei Finanzdienstleistungen erleichtert

5 Januar 2022

Jack Funchion, VP Sales, Global Financial Services

Viele Unternehmen – darunter auch Finanzinstitute –  haben trotz der Pandemie ihre Investitionen im Bereich Digitalisierung beschleunigt. Laut einer Studie von BDO , einem weltweit tätigen Finanzberatungsunternehmen, haben mehr als sechs von zehn Finanzdienstleistern in diesem Jahr neue digitale Projekte in Angriff genommen und mehr als die Hälfte hat ihre langfristige strategische Vision überarbeitet. Zu den wichtigsten Bereichen der Transformation gehören:

  • Agilität im Unternehmen (51 %)
  • Einführung neuer digitaler Einkommensströme (51 %)
  • Ausweitung eines digitalen Partner-Ökosystems (49%)
  • Digitalisierung der Lieferkette (45%)
  • Aufnahme neuer Zahlungsmodelle (44%)
  • Expansion in neue Märkte (43 %)

Ein aktueller Gartner-Bericht zeigt, dass 83 % der befragten CEOs erwarten, ihre Investitionen in digitale Technologien zu erhöhen und 70 % setzen explizit auf digitale Datenprodukte, um zu wachsen.

Digitale Transformation schafft höhere Risiken 

So wie diese digitalen Initiativen neue Möglichkeiten schaffen, bringen sie auch Herausforderungen mit sich, die ein Überdenken ihrer IT-Architektur erforderlich machen.

Das explosionsartige Datenwachstum und die Beschleunigung der digitalen Transformation führen dazu, dass Finanzdienstleister versuchen, Rekordmengen an Daten zu speichern und zu verarbeiten. Das Fehlen eines optimierten Datenaustauschs bietet Cyber-Kriminellen Angriffsflächen. Eine Studie der Boston Consulting Group hat beispielsweise ergeben, dass Finanzdienstleistungsunternehmen 300-mal häufiger Ziel eines Cyberangriffs werden als Unternehmen in anderen Industriesegmenten.

Cybersicherheitslücken sind eine ernsthafte Bedrohung für jeden Bereich in der Finanzdienstleistungsbranche (vor allem für das kommerzielle Bankwesen), aber auch in der Wertpapier-, Handels- und Investmentbankingbranche können veraltete Infrastrukturbarrieren Betrugsrisiken schaffen.

Überwachung und Risikominderung fördern die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Eine sichtbare Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen sind immer neue Compliance-Vorschriften für Finanzdienstleistungen. Tatsächlich stiegen die Kosten für die Einhaltung dieser Vorschriften im Jahr 2020 um 22,9 %, von 130,4 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 160,3 Mrd. USD. Ein Großteil der Kosten entfiel auf den Personalbereich, insbesondere auf die Einstellung von Berufsanfängern. In Nordamerika beispielsweise stiegen die Arbeitskosten im Zusammenhang mit der Einhaltung von Vorschriften von 53 % im Jahr 2019 auf 59 % im Jahr 2020. Die Investitionskosten in die Technologie selbst hingegen sind gesunken – von 47 % des Compliance-Budgets im Jahr 2019 auf nur noch 37 % im Jahr 2020. 

Was ist der Grund für diese Verschiebung? Am wahrscheinlichsten ist die Notwendigkeit, mehr Mitarbeiter zu schulen. Wie viele andere Branchen haben auch Finanzunternehmen auf einen digitalen Arbeitsplatz umgestellt und aufgrund der COVID-19-Pandemie sogar Mitarbeiter entlassen. Nun müssen Mitarbeiter geschult und eingestellt werden, die wissen, wie man die Technologie weiterentwickelt, um die neu gesetzten Ziele zu erreichen.

So müssen neue Technologien beispielsweise über Fähigkeiten wie KI verfügen, um aktuelle Probleme im Bereich Kredit und Betrug zu lösen. Für den Datenaustausch optimierte IT-Architekturen sollten in der Lage sein, KI-gestützte Risiken und Betrugsfälle zu lokalisieren und gleichzeitig die Daten von Kunden und Dritten zu schützen.

Das Aufkommen der Data Gravity und „the New Compliance Normal“ 

Sobald sich die Finanzdienstleister an die „neue Normalität“ nach der Pandemie gewöhnt haben, werden sie sich wahrscheinlich wieder auf die technologische Weiterentwicklung konzentrieren können. Diejenigen, die vor 2020 in Compliance-Technologien investiert haben, haben während der Pandemie die Früchte geerntet – und besser abgeschnitten als Unternehmen, die dies vorher nicht getan haben.  

Die digitale Wirtschaft hat die Art und Weise, wie die Finanzdienstleistungsbranche Werte erschafft und kommuniziert, verändert. Angesichts der zahlreichen Optionen, die zur Verfügung stehen, einschließlich der Zunahme digitaler Bank-, Anlage- und Versicherungsdienstleistungen, erwarten die Kunden ein verbessertes Beratungserlebnis von ihren Finanzdienstleistern. Dies kann nicht ohne die Erfassung und Speicherung von Daten über digitale Interaktionen mit Omnichannel-Geräten und -Diensten geschehen. 

Die Data Gravity oder „Datenschwere“ beschreibt den Prozess, bei dem die Anhäufung von Daten zusätzliche Dienste und Anwendungen anzieht, so wie die Gravitation Objekte um einen Planeten herum anzieht. Laut Data Gravity Index™ wird für Banken und Finanzdienstleistungen bis 2024 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) der Datenintensität von 146 % prognostiziert, gefolgt von Versicherungen mit einer CAGR von 143 % im gleichen Zeitraum.

Für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften ist eine datenzentrierte IT-Infrastruktur erforderlich

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Finanzunternehmen einen aggressiveren Ansatz bei der Einhaltung von Vorschriften verfolgen. Die Implementierung einer datenzentrierten IT-Infrastrukturstrategie bietet eine größere Flexibilität, um die Einhaltung von Branchenvorschriften zu erleichtern. Darüber hinaus geht eine aktuelle Gartner-Studie mit dem Titel „100 Data and Analytics Predictions through 2025“ davon aus, dass 75 % der Unternehmen mehrere Data Hubs einrichten werden, um geschäftskritische Datenanalysen, die gemeinsame Nutzung von Daten und deren Verwaltung zu fördern. 

Durch die Optimierung des Datenaustauschs in Ihrer Infrastruktur beschleunigen Sie die Einhaltung neuer und bestehender Vorschriften und fördern gleichzeitig fundiertere Entscheidungsprozesse, um die Integrität, die Wettbewerbsfähigkeit und den Ruf Ihres Finanzunternehmens zu wahren. Gleichzeitig stärken Sie durch die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in Bezug auf Datenintegrität und -sicherheit den Ruf Ihres Unternehmens.

Wir wissen, dass Finanzdienstleister für ihren Erfolg eine globale, datenzentrierte Plattform benötigen, die auf Abruf funktioniert und durch Echtzeit-Intelligenz ergänzt wird, um Kunden, Partnern und Mitarbeitern bestmöglich zu dienen. Wir bieten dies durch PlatformDIGITAL™, das obendrein die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften durch dezentrale Arbeitsabläufe in den Datenaustauschzentren standardisiert. Es handelt sich um eine durchgängige Rechenzentrumsarchitektur (PDX), die speziell für folgende Zwecke entwickelt wurde:

  • Die Datengravität zu überwinden
  • Daten in Kundennähe zu sichern
  • Daten-Compliance durchzusetzen;
  • Künstliche Intelligenz (KI) zu ermöglichen
  • Risikominimierung durch sicheren Datenaustausch
  • Geringere Kosten, Bandbreite und doppelte Infrastruktur
  • Umsatzsteigerung durch unbegrenzte Datenanalyseleistung

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie eine datengesteuerte digitale Transformation im Finanzdienstleistungssektor erreichen können, können Sie sich hier den „Pervasive Datacenter Architecture (PDx™) Solution Brief“ herunterladen. 

1. BDO, 2021 Financial Services Digital Transformation Survey, January 2021
2. Gartner, Driving Value & Innovation with Data & Analytics, Virtual Executive Retreat for CDAOs, September 2020.
3. CIODive.com, Cyberattacks hit financial services 300 times more than other sectors, June 2019
4. Radical Compliance, Financial Crime Compliance Costs Keep Going Up, June 2021
5. Radical Compliance, Financial Crime Compliance Costs Keep Going Up, June 2021
6. Digital Realty, Optimizing Financial Services Data Exchange, 2021 
7. Gartner, 100 Data and Analytics Predictions Through 2025, March 2021.