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Daten: Der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum im Einzelhandel

Wie Einzelhändler eine nachhaltige, digitale Infrastruktur aufbauen können, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Von Lex Coors, Chief Data Center Technology und Engineering Officer, Interxion: A Digital Realty Company
 

Die drei bekannten „ESG“-Kriterien Environment, Social und Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) sind seit langem wichtige Aspekte für den Einzelhandel. Zu den wichtigsten Themen, mit denen sich die Unternehmen befassen, gehören die Verwendung von Kunststoffen, übermäßige Verpackungen und Abfall bzw. deren Reduzierung.

Mit der Pandemie, die den Einzelhandelssektor verändert hat, sind ESG-Aspekte stärker in den Fokus gerückt. COVID-19 hat dazu geführt, dass Einzelhändler ihre Investitionen in ihre digitale Präsenz erhöhten, um im Wettbewerb um die Verbraucher – die vermehrt von zu Hause aus einkaufen – zu bestehen. Mit dem zunehmenden Volumen an Online-Lieferungen steigt jedoch auch ihr CO2-Fußabdruck.

Hinzu kommt, dass Einzelhändler intensiver daran arbeiten, ihren Kunden ein optimales digitales Erlebnis zu bieten, was wiederum die Verwaltung riesiger Datenmengen erfordert. Dies führt auch zu einem enormen Druck in Hinblick auf den dadurch verursachten Stromverbrauch und die CO2-Emissionen.

Solche Entwicklungen stellen Firmen, die sich für eine bessere Umweltbilanz ihrer Marken einsetzen, vor neue Herausforderungen. Und mit dem Generationswechsel in der Sichtweise der globalen Märkte auf Themen wie den Klimawandel sind diese Referenzen für Privatkunden, Investoren, Mitarbeiter und Regulierungsbehörden immer wichtiger geworden.

So gaben beispielsweise 85 % der Verbraucherinnen und Verbraucher in einer kürzlich von Simon-Kucher & Partners durchgeführten Umfrage an, dass sie ihr Kaufverhalten in den letzten fünf Jahren geändert haben und Unternehmen mit nachgewiesener Nachhaltigkeit bevorzugen. Gleichzeitig haben sich die Investitionen in globale ESG-fokussierte Fonds innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt und erreichten im Jahr 2021 bis November einen Rekordwert von 649 Milliarden US-Dollar. In einer neuen WeSpire-Umfrage gaben 93 % der Angestellten, die ihrem Unternehmen einen positiven Einfluss auf die Welt bescheinigen, an, dass sie in ihrem Job bleiben wollen.

Wie Alan Jope, CEO von Unilever, kürzlich sagte: "Jedes Unternehmen, das in Zukunft relevant bleiben will, sollte über nachhaltiges Verhalten nachdenken."

Damit geraten die Einzelhändler unter Zugzwang, die Nachhaltigkeit ihrer gesamten Wertschöpfungskette offenzulegen. Das bedeutet, dass sie Investitions- und Einkaufsentscheidungen in einer Weise treffen müssen, die die Umweltauswirkungen ihres Betriebs und ihrer Liefer- und Vertriebsnetzwerke verringern.

 

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Data-Gravity-Herausforderungen lösen

Daten sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, dass Einzelhändler ihre Umweltauswirkungen verringern. Schließlich kann ein Unternehmen nur optimieren, was es auch messen kann.

Dafür müssen Einzelhändler Datenströme von der ersten bis zur letzten Meile erschließen. Sie brauchen Einblicke in die Emissionen, den Abfall und den Energieverbrauch ihrer eigenen Verkaufsstellen und Lagerhäuser sowie einen umfassenden Überblick über die Umweltbilanz ihrer Lieferketten und Vertriebspartner.

Viele Einzelhändler investieren in die digitale Infrastruktur ihrer Wertschöpfungsketten, um das Omnichannel-Kundenerlebnis zu verbessern und ihre Lieferketten widerstandsfähiger zu machen, was die jüngsten oder geplanten Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen könnte.

Wenn jedoch zu den wachsenden Mengen an Kunden- und anderen Daten auch noch Nachhaltigkeitsinformationen hinzukommen, werden die Auswirkungen der Datengravitation noch weiter zunehmen. Insbesondere in der Einzelhandelsbranche tritt dieses Phänomen verstärkt auf. Der Data Gravity Index™ (DGx™) von Digital Realty prognostiziert eine Zunahme des Datenvolumens um jährlich 137 % zwischen 2020 und 2024.

Um der Datenflut Herr werden zu können, müssen Einzelhändler die Art und Weise, wie sie ihre Daten erfassen, verwalten und nutzen, neu überdenken. Es bedarf einer entsprechenden Infrastruktur mit einer datenzentrierten Architektur, die auf einer umfassenden Rechenzentrums-Plattform aufbaut und die physische und digitale Welt integriert.

Digital Realty bietet mitPlatformDIGITAL® eine solche Plattform, die mehr als 700 Connectivity Provider in über 280 Rechenzentren auf der ganzen Welt miteinander verbindet. Sie löst die Herausforderungen der Datenanziehung, indem sie Nutzer, Internet-of-Things-Geräte, Anwendungen, Clouds und Netzwerke mit den Daten in den wichtigen Data Hubs verbindet. Dies hilft Einzelhändlern, Daten in Kundennähe zu sichern, der Einhaltung von Vorschriften gerecht zu werden und künstliche Intelligenz zu nutzen.

PlatformDIGITAL® kann auch entkoppelte Arbeitsabläufe in den Data Hubs unterstützen, um digitalisierte Interaktionen über alle Kanäle, Geschäftsfunktionen und Geschäftsstandorte hinweg zu ermöglichen. Außerdem besteht für Organisationen im selben Ökosystem jederzeit die Möglichkeit, sich in den Data Hubs mit offenen, stark vernetzten Datengemeinschaften zu vebinden.

So können Einzelhändler beispielsweise Communities bilden, um einen besseren Überblick über ihre komplexen Lieferketten und Vertriebsnetze zu erhalten. Damit schaffen sie ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Ökosystem mit Herstellern, Transportunternehmen und anderen Partnerunternehmen.

 

Innovationen zur Reduzierung von Emissionen

Da der Bedarf an Rechenzentren weiter steigt, müssen deren Betreiber innovative Wege zur Verbesserung der Effizienz, zur Senkung des Stromverbrauchs und zur Minimierung der Kohlenstoffemissionen verfolgen.

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Im Jahr 2020 hat sich Digital Realty mit der Initiative Science Based Targets (SBTi) ein globales Ziel für die Reduzierung der Kohlenstoffemissionen gesetzt. Das Ziel besteht darin, bis zum Jahr 2030 die direkten Emissionen um 68 Prozent und die indirekten Emissionen um 24 Prozent zu reduzieren, was dem 1,5-Grad-Klimawandel-Szenario entspricht.

Dieses Ziel hat Digital Realty dazu veranlasst, innovative Wege zur Verbesserung der Nachhaltigkeit durch PlatformDIGITAL® und andere Maßnahmen zu finden und umzusetzen. So werden beispielsweise alle europäischen Rechenzentren mit 100 % erneuerbarer Energie betrieben und nutzen eine breite Palette natürlicher und regenerativer Ressourcen, um ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

Digital Realty hat eine Reihe technisch innovativer Lösungen eingeführt, wie die Nutzung von Grundwasserspeichern in Amsterdam und der Schweiz, sowie das River Cooling-Projekt in Marseille, das jetzt vollständig die Rechenzentren des dortigen Campus (MRS2 und MRS3) kühlt. Die 15 Millionen Euro teure Kühllösung, die bis zu 30-mal energieeffizienter als herkömmliche Kühlsysteme ist, wird zu Einsparungen von bis zu 18.400 Megawattstunden (MWh) pro Jahr führen und gleichzeitig den Ausstoß von 795 Tonnen CO2 verringern. Das entspricht einem Äquivalent von 5.560 Bäumen, die jedes Jahr gepflanzt würden. Das Projekt in Marseille wurde kürzlich mit dem DCD Carbon Champion Award 2021 ausgezeichnet.

Die von den Rechenzentren in Marseille erzeugte Abwärme wird in das Nahwärmenetz eingespeist und deckt so den Heizbedarf von 5,4 Millionen Quadratmetern Wohn- und Geschäftsgebäuden.

Dank dieser Initiativen und zahlreicher weiterer Innovationen hat Interxion Frankreich Ende 2020 die komplette Klimaneutralität erreicht und ist bestrebt, dies sowohl für bestehende Einrichtungen als auch und künftige Erweiterungen auf der Grundlage von Scope 1- und 2-Emissionen beizubehalten.

 

Die Gestaltung einer grüneren Zukunft im Einzelhandel

Der Sechste Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat einmal mehr deutlich gemacht, dass es nie dringender war zu handeln, um den Klimawandel abzuwenden. Eine KPMG-Studie hat ergeben, dass die meisten CEOs den Klimawandel als eine der drei größten Bedrohungen für das Unternehmenswachstum ansehen.

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Durch die Zusammenarbeit mit Digital Realty können Einzelhändler bei der Optimierung ihres Infrastrukturbetriebs die Vorteile datengesteuerter Abläufe nutzen und gleichzeitig ihre Umweltbelastung verringern.

Mit PlatformDIGITAL laufen geschäftskritische Analysen und Datenverarbeitungsprozesse auf einer Net-Zero-Rechenplattform. Dies hat für Einzelhändler den Vorteil, die Herausforderungen der Datengravitation zu bewältigen und gleichzeitig eine digitale Infrastruktur aufzubauen, welche den Nachhaltigkeitszielen gerecht wird.

Eine Verbesserung des Umweltbewusstseins kann die Attraktivität des Einzelhandels als Arbeitgeber erhöhen – und es kann sogar dazu beitragen, die Gewinnmargen zu steigern. Die anfangs erwähnte Simon-Kucher-Umfrage ergab, dass 34 % der Verbraucher bereit sind, mehr für nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen zu zahlen.

Indem sie diese Kunden mit gezielten Nachhaltigkeitsinitiativen ansprechen, können Einzelhändler von den langjährigen Erfahrungen von Digital Realty bei der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks profitieren und gleichzeitig die Zukunft des Einzelhandels nachhaltig gestalten.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Einzelhändler ihren ökologischen Fußabdruck verringern und gleichzeitig datengetriebenes Wachstum erreichen können?

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