Wie Daten-Compliance in einer hybriden IT-Architektur gelingt

Harm Joosse,  Director Strategy & Business Development Cloud Platforms 

2,5 Trillionen Bytes – das ist die Menge an Daten, die Schätzungen zufolge 2018 erzeugt wurde und zwar an jedem Tag! Damit Sie sich das noch besser vorstellen können: Würde man 2,5 Trillionen Cent-Stücke flach nebeneinander wie einen Teppich auf den Boden legen, würde das ausreichen, um die komplette Oberfläche der Erde fast fünfmal zu bedecken.   

Bis heute hat sich die Geschwindigkeit, mit der Daten erstellt werden, nicht ansatzweise verlangsamt. Ganz im Gegenteil: IDC prognostiziert, dass die Datenmenge weltweit mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 61 Prozent zunimmt. Hauptsächliche Treiber seien dabei neue Technologien wie das Internet der Dinge (IoT) und Künstliche Intelligenz (KI). Dass der Umgang mit diesen Datenmassen eine große Herausforderung für Unternehmen darstellt, zeigt auch unser aktueller Data Gravity Index DGx™.

Wir sind daher ständig bestrebt, Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu unterstützen, damit sie echten Wert aus ihren Daten schöpfen können. Mit der Einführung des Data Hubs im Jahr 2020 haben wir einen großen Schritt in diese Richtung gemacht. Mithilfe unserer Lösung für einen optimierten Datenaustausch können Unternehmen kritische Dateninfrastrukturen in der Nähe von Benutzern, Netzwerken sowie Cloud- und Content-Plattformen bereitstellen, verknüpfen und hosten. Die Infrastruktur hilft ihnen dabei, ihr Geschäft zu skalieren.

Seit Oktober vergangenen Jahres bietet der Data Hub mit AWS Outposts noch mehr Vorteile. Dabei handelt es sich um einen Service, der die Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS), inklusive AWS-Services, APIs und Tools, in Ihr Rechenzentrum und hinter Ihre eigenen Sicherheitsprotokolle verlagert. Im Wesentlichen bringen wir damit die Cloud zu Ihnen, damit Sie sowohl Ihre Daten in der Cloud als auch Ihre Daten – die Sie aufgrund von Latenz, Datenverarbeitung oder Daten-Compliance lokal vorhalten müssen– besser managen können.

Dieser neue Kontroll-Aspekt gewinnt für CIO, IT-Leiter und Chief Data Officer zunehmend an Bedeutung. Denn mit exponentiell steigenden Datenmengen wachsen auch die Herausforderungen in Bezug auf die Datenspeicherung. Lassen Sie uns das am Beispiel Europas betrachten: Nach der Abschaffung des Safe-Harbor-Abkommens 2015, das nur teilweise durch das Privacy Shield ersetzt wurde, hat die Komplexität des Datenschutzes massiv zugenommen. Im Jahr 2018 trat zudem die DSGVO in Kraft und Großbritannien verließ die EU ohne ein tragfähiges Abkommen zum Datenaustausch. Wenn man bedenkt, dass aktuellen Studien zufolge 93 Prozent der Unternehmen in irgendeiner Form die Cloud nutzen, wird deutlich, wie hoch für Unternehmen der Druck im Hinblick auf Daten-Compliance ist. Auch weil Regierungen, externe Aufsichtsbehörden und Compliance-Teams immer neue Richtlinien für den Speicherort von Daten erlassen, um Probleme des Datenschutzes zu lösen.

Mit der Implementierung von AWS Outposts bei Interxion, können Sie Ihre Markteinführungszeit von Monaten auf Tage verkürzen – denn unsere Interxion-Rechenzentren sind für den Betrieb bereits gerüstet. Sie ermöglichen außerdem High-Density-Installationen, bieten nahtlosen Zugang zu AWS-Regionen, Edge und alternativen Cloud-Plattformen – mit einer maximalen Verfügbarkeit und Performance. Gleichzeitig erhalten Sie mit PlatformDIGITAL®, unserer globalen Plattform, Zugang zu über 280 Rechenzentren auf der ganzen Welt. Das bedeutet, dass Sie flexibel Ihre IT-Infrastruktur in genau den Märkten einsetzen können, die Sie benötigen.

Ein weiterer Vorteil, den der Data Hub für AWS Outposts neben der Daten-Compliance bietet, ist die Latenz. Interxion hostet an den meisten Standorten native AWS Direct Connect On-Ramps. Unternehmen können dadurch AWS Outposts-Racks physisch in unmittelbarer Nähe zu ihren System-Endnutzern platzieren. Die Folge: Eine Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde. Hybride IT-Architekturen lassen sich dadurch nahezu in Echtzeit bereitstellen. Davon profitieren insbesondere Workloads wie z. B. SAP- oder Oracle-Datenbanken, für die eine Sub-Millisekunden-Latenz zur Cloud erforderlich ist.

Sei es bei der Entwicklung neuer Technologien oder bei der Verbesserung der Lebensqualität im Alltag: Daten haben uns eine Welt voller Möglichkeiten eröffnet. Für Unternehmen können sie jedoch problematisch sein, nämlich dann, wenn daraus ein „zu viel des Guten“ wird. Unser kürzlich veröffentlichter Data Gravity Report beschreibt die Herausforderungen, denen sich Unternehmen angesichts unaufhaltsam wachsender Datenmengen gegenübersehen. So müssen sie einerseits steigende Kunden-Nachfrage und -Erwartungen erfüllen. Andererseits aber auch die mit der digitalen Transformation verbundenen Komplexitäten meistern, wie zum Beispiel die Notwendigkeit einer globalen Präsenz und Kapazität. Mit PlatformDIGITAL® und dem Data Hub für AWS Outposts bekommen Unternehmen als Eigentümer der Daten die erforderliche Kontrolle und Flexibilität zurück – damit sie die Herausforderungen von morgen bewältigen können.