Peering

Beim Peering schalten Netzbetreiber ihre gleichrangigen Computernetzwerke zusammen, um Daten austauschen zu können. Die Zusammenschaltung der Datennetze im Internet erfolgt entweder über eine direkte Verbindung oder einen Internetaustauschknoten und ist vertraglich in einem Peering-Abkommen geregelt. Der Datenaustausch erfolgt bei den gleichrangigen Partnern aufgrund des beiderseitigen Nutzens in der Regel ohne gegenseitige Abrechnung (Peer). Schließen sich unterschiedlich große Netzbetreiber zusammen, kann es zu Zahlungsforderungen kommen, deren Höhe sich nach der übermittelten Datenmenge richtet (Transit oder Paid Peering).

Das für die Verbindung notwendige Routing-Protokoll für Peerings ist typischerweise das Border Gateway Protocol (BGP). Abkommen zwischen zwei Partnern werden als Bilateral Peering, zwischen mehreren Parteien als Multilateral Peering, bezeichnet. Bilateral Peering kann sowohl beim Private Peering als auch beim Public Peering erfolgen. Beim Private Peering werden zwei Netzwerkpartner direkt Punkt zu Punkt verbunden – etwa mit einem Netzwerkkabel oder einem Cross Connect in einem carrier-neutralen Colocation-Rechenzentrum.

Beim Public Peering verbinden sich mehrere Netzbetreiber mit einem oder mit mehreren Carriern über die öffentliche Infrastruktur eines Peering Points (auch Internetaustauschknoten).



 

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