Frankfurter IT Symposium 2021

Warum wir Digitalisierung gemeinsam denken müssen

12. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur von Interxion

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8 Oktober 2021

Frankfurt am Main, 08. Oktober 2021 – Digitalisierung ist längst nicht mehr nur die Herausforderung und Verantwortung einzelner Akteure. Wirtschaftliche, gesellschaftliche, soziale und Klima-Themen müssen als untrennbarer Teil des digitalen Wandels verstanden werden. Dies zeigen auch die Ergebnisse der Bundestagswahl, die der Politik einen umfangreichen Auftrag mitgeben. Um die digitale und gesamtwirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft zu gewährleisten, müssen Unternehmen, Politik und Gesellschaft dieser Aufgabe mit vereinten Kräften nachkommen.

Doch wie kann die digitale Transformation gemeinsam und mit Weitblick gestaltet werden? Wo lassen sich neue Technologien verantwortungsbewusst einsetzen und wie wirken sie auf Wirtschaft, Landwirtschaft, Mobilität, Klima und den sozialen Frieden? Diese Fragestellungen wurden gestern beim 12. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur im Frankfurter Westhafen Pier unter dem Motto „Digitalisierung mit allen Sinnen“ diskutiert.

Nicht mehr nur eine Frage der Infrastruktur


„Der Einbezug von digitalen Technologien stellt uns vor Herausforderungen, die weit über Infrastrukturthemen hinausgehen“, sagt Volker Ludwig, Geschäftsführer von Interxion Deutschland. Er ist überzeugt, dass „Digitalisierung längst nicht mehr die Verantwortung einzelner Akteure, sondern eine gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Aufgabe mit neuen Schnittmengen und gemeinschaftlicher Verpflichtung ist.“ Es gelte jetzt, neu entstandene Abhängigkeiten zu verstehen und sich über die verschiedenen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche hinweg zu vernetzen. 

Unternehmen und Menschen müssen Wandel zulassen


„Das größte Hemmnis ist derzeit die Angst vor dem Wandel“, meint Janina Kugel, Senior Advisorin bei der Boston Consulting Group und ehemalige Personalvorständin bei Siemens. „Mitarbeitenden nur technologische Fähigkeiten mitzugeben, wird zukünftig nicht reichen.“ Es gehe vielmehr darum zu verstehen, was gesellschaftliche Veränderungen und Krisensituationen für die Mitarbeitenden bedeuten. „Jedes Unternehmen muss sich fragen: Wie gehe ich als Firma mit aktuellen Fragestellungen wie Klimaschutz, Diversität oder berufliche Weiterentwicklung um?“. Dabei zeige sich, dass die Unternehmen, die sich bereits heute mit Themen der Environmental Social Governance (ESG) beschäftigen, langfristig profitieren.  Für die Wirtschaft hieße das, digitale Kompetenzen zu fördern, neue Karrierewege zu akzeptieren und klassische Führungsmodelle zu überdenken.

Gemeinsam umdenken: Vorreiter Landwirtschaft

„Die Digitalisierung soll dem Menschen dienen – nicht umgekehrt“, betont Prof. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung in einem Grußwort. Wie digitale Lösungen auch auf dem Land gelingen können, zeigt das digitale Hofmanagement von 365 FarmNet. Geschäftsführer Maximilian von Löbbecke betont hierbei: „Digitalisierung hat nichts mit Technologie, sondern mit Kultur zu tun. Um digitale Anwendungen nutzenbringend in der Landwirtschaft einzusetzen, müssen wir weg von Produktzentriertheit hin zur Kundenorientierung“. Wenn Landwirte stärker in den Entwicklungsprozess eingebunden würden, verlören wirtschaftliche Einzelinteressen an Bedeutung. So könnten gemeinsam genutzte Plattformen und mehr vernetzte Geräte für einen effizienten Logistikprozess beitragen.

Sinnstiftend digitalisieren bei Mobilität und Städtebau

Mehr Gemeinschaftlichkeit wird auch mit Blick auf die Mobilität deutlich: Wir bewegen uns von einer individuellen hin zu einer kollektiven Nutzung von Fahrzeugen“, erklärt Stefan Carsten. Für ihn als Zukunftsforscher müsse Mobilität weg von Autostädten hin zu Fahrradstädten, mehr öffentlichem Nahverkehr und neuen Services führen, die anwenderfreundlich in einer zentralen App buchbar sind. Zugang zu Angeboten wird dabei auch die zukünftige Art des Städtebaus beeinflussen.
Neue Konzepte für die Stadtentwicklung fordert auch Klaus Dederichs, Partner & Head of ICT bei Drees & Sommer. Mehr digitales Gebäudemanagement und nachhaltige Baustoffe – dies müsse sowohl im Neubau als auch für Bestandsgebäude gelten. Schließlich würden 40 Prozent der CO2-Emissionen durch Bau und Betrieb verursacht. Intelligente Gebäude, die besser vernetzt sind, könnten künftig bei Kosteneinsparungen und positiven Klimaeffekten helfen.

Außerdem nicht zu unterschätzen sei die Schaffung eines neuen Wertemodells für Unternehmen, das Orientierung gibt, Struktur und Grenzen aufzeigt. Prof. Alexander Brink, Ökonom und Philosoph erklärt: „Wer früher für Ökonomie war, war gegen Werte. Das hat sich verändert: Die Unternehmen, die ihren Kunden und Mitarbeitenden Werte anbieten, sind die erfolgreichsten.“ Dabei sei es wichtig, die Werte aber auch in eine Handlung zu überführen. Hier können in Zukunft insbesondere Mittelständler und Familienunternehmen punkten und stärker in eine wertebestimmte Verantwortung gehen. Außerdem sollten Unternehmen und ihre Partner mehr Digitalverantwortung übernehmen.

Quintessenz des Abends: Alleingänge sind ein Auslaufmodell. In allen Bereichen ist ein Umdenken gefordert und gemeinsames Handeln angesagt. Deshalb gilt es heute, Communities zu bilden, um schnelle und praktische Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden und neue Technologien mit Mehrwert zu nutzen.
 

Bethmann, Kugel, Ludwig, Brink und Loebbecke


Moderator Frank Bethmann und Geschäftsführer Volker Ludwig mit den ersten Sprecherinnen und Sprechern des 12. Frankfurter Symposiums: Frank Bethmann, Janina Kugel, Volker Ludwig, Prof. Alexander Brink und Maximilian von Löbbecke (v.l.n.r.)

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Interxion: A Digital Realty Company ist ein führender Anbieter von Carrier- und Cloud-neutralen Rechenzentrumsdienstleistungen für Colocation in ganz EMEA. Mit mehr als 700 Connectivity-Anbietern in über 100 Rechenzentren in 13 europäischen Ländern hat Interxion Communities für Cloud, Content und Connectivity geschaffen. Als Teil von Digital Realty haben Kunden nun Zugang zu Rechenzentren in mehr als 47 Metropolen auf sechs Kontinenten. 

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